6.03.2019
Kirchenvorstand

Ökumenereferent Martin: Kirchenvorstände stehen vor vielen Herausforderungen

Künftig sollen die Dekanatssynoden selbst entscheiden, wofür die Pfarrstellen eingesetzt werden. Michael Martin über die Herausforderungen der Kirchenvorstände.
Ökumenereferent Michael Martin spricht im Interview über die Herausforderungen für Kirchenvorstände.

Die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher in Bayern stehen vor großen Herausforderungen. Neben den Aufgaben vor Ort gebe es viele Themen, die die Landeskirche beschäftigen, erklärte Ökumenereferent Michael Martin im Sonntagsblatt-Interview am Rande des Kirchenvorstands-Tages in Fürth.

Insbesondere bei der Landesstellenplanung werde sich viel ändern, so Martin. Denn künftig sollen Dekanatsbezirke und Dekanate Personalbudgets zur Verfügung gestellt bekommen, über sie selbst entscheiden müssen. "Die Dekanate müssen also künftig selbst entscheiden, für welche Aufgaben die Pfarrerinnen und Pfarrer eingesetzt werden", sagte Martin.

Ein weitere Schwerpunkt der Arbeit für die Kirchenvorstände sei der Reformprozess "Profil & Konzentration". "Der Reformprozess will unsere Blickrichtung ändern. Wir sollten nicht  auf die Erhaltung unserer Institution schauen, sondern den Auftrag der Kirche in den Mittelpunkt stellen", sagte Martin. So müsse überlegt werden, welche Immobilien tatsächlich benötigt werden, was nötig sei für den Sozialraum in der Region oder die Erhaltung von Demokratie.

Der Rat des Ökumenereferenten Michael Martin an die Kirchenvorstände: "Bringen Sie mutig die eigene Meinung ein und seien Sie bereit, Kooperation einzugehen", so Martin.

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