3.07.2018
Radio und TV

Lokalrundfunktage 2018: Vom digitalen Ego bis zum Kirchenoscar

Auch dieses Jahr ist die evangelische Kirche wieder auf den Lokalrundfunktagen in Nürnberg dabei. Einmal geht es um die Frage "Mein digitales Ego - was macht die Digitalisierung mit der Gesellschaft?". Aber es wird auch wieder ein ökumenischer Kirchenpreis verliehen.
EPV und St. Michaelsbund verleihen auch 2018 gemeinsamen Medienpreis

Der Evangelische Presseverband für Bayern e.V. (EPV) und das katholische Medienhaus Sankt Michaelsbund (SMB) vergeben zum 11. Mal den Spezialpreis "Kultur, Medien und Kirchen" für herausragende Leistungen in den bayerischen Lokalradios. Die Preisverleihung findet heute (3. Juli 2018) im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der 26. Lokalrundfunktage statt. Anlässlich des Reformationsjubiläums im vergangenen Jahr steht der Kirchenpreis unter dem Motto:

"500 Jahre Reformation – auf ökumenischer Spurensuche in Bayern"

Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Eine eigene Kirchenpreis-Jury hat in diesem Jahr über die Vergabe des Preises entschieden. Jury-Vorsitzender und Geschäftsführer der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), Martin Gebrande, lobte vor allem die vielen preiswürdigen Beiträge, die sowohl im Hörfunk- als auch Fernsehbereich eingereicht wurden. Am Ende sprach sich die fünfköpfige Jury für einen Radio-Gewinner aus. Wer den "Kirchen-Oscar" 2018 bekommt, wird erst Dienstag Mittag bekannt gegeben.

 

Influencerin Lina Kottutz bloggt über Lifestyle und Mode
Pionier der Digitalisierung: Magnus Kalkuhl

"Mein digitales Ego - wie die Digitalisierung unsere Gesellschaft verändert"

"Ungefähr 30 Millionen Deutsche haben einen Facebook-Account, mindestens genauso viele sind auf Instagram, Twitter oder Snapchat unterwegs. Überall zeigen sie sich auf eine Art, wie sie sich sehen oder gesehen werden wollen. Was macht das mit uns und unserer Gesellschaft?", fragt Moderatorin Elke Zimmermann vom Evangelischen Presseverband für Bayern e.V (EPV).

Influencerin und Schauspielerin Lina Kottutz nutzt als Millenial die Globalisierung und pendelt zwischen München und Los Angeles. Dabei nimmt sie ihre Follower mittels ihrer Social-Media-Veröffentlichungen mit auf Reisen und lässt sie teilhaben an ihrem Leben. Ihr Einkommen hängt davon ab, wie häufig ihre Posts auf YouTube und  Instagram genutzt, geteilt und bewertet werden. Immer wieder arbeitet Kottutz daran, was sie von sich preisgibt, und wie sie sich als Privatperson von der öffentlichen Kunstfigur Lina unterscheidet.

Christoph Breit, Pfarrer für digitale Kirche in Bayern  von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern will nicht seine Person, sondern die Inhalte seiner Kirche in die Öffentlichkeit stellen. Er hat die Social-Media-Profile seiner Kirche erarbeitet und aufgebaut. Dabei stellte sich schnell heraus, dass eine auf dem direkten Kontakt mit Menschen basierende Gemeindearbeit anders funktioniert als eine digitale Kirche im Internet.

Der Gründer der Technologiefirma Ionwalk, Magnus Kalkuhl, ist Digital Native und braucht für seine Arbeit den Blick auf die Gesamtgesellschaft. Geboren in Kopenhagen und in Norddeutschland aufgewachsen, lebt er heute in Großmehring bei Ingolstadt. Schon mit zehn Jahren schrieb er sein erstes Computerprogramm auf dem C64. Heute ist er Unternehmer und Forscher. Dabei nimmt er die technische Entwicklung nicht einfach hin, sondern untersucht den Einfluss der Digitalisierung auf die Gesellschaft.

Moderiert wird die Diskussion von der Münchner Moderatorin und Redakteurin Elke Zimmermann. Veranstaltet wird das einstündige Panel von der Arbeitsgemeinschaft evangelischer Rundfunk (aer), dem Evangelischen Medienverband Deutschland (EMVD) und der evangelischen Funk-Agentur des EPV in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), die auch die Lokalrundfunktage ausrichtet.

ShareFacebookTwitterGoogle+Share

Weitere Artikel zum Thema:

efa