4.03.2019
Feiertage

Aschermittwoch: Welche Bedeutung hat der Tag?

"Am Aschermittwoch ist alles vorbei" heißt es in einem berühmten Karnevalslied zum Ende der Faschingszeit. Für Christinnen und Christen gilt diese Textzeile jedoch nur teilweise. Der Mittwoch 46 Tage vor Ostern markiert für sie auch einen Anfang - und zwar den der Passions- und Fastenzeit.
Aschermittwoch

Mit dem Aschermittwoch beginnt im Christentum die Passionszeit. In den knapp sieben Wochen bis zum Osterfest erinnern die Gläubigen an das Leid Jesu, bevor er gekreuzigt wurde.

Aschermittwoch beginnt Fastenzeit

Die Passionszeit wird auch als Fastenzeit bezeichnet. Viele Menschen verzichten an 40 Tagen bis Ostern auf liebgewonnene Speisen und Genussmittel wie Schokolade, Fleisch, Kaffee oder Alkohol. Die sechs Sonntage sind vom Fasten ausgenommen.

Sie nutzen die Fastentage aber auch, um sich auf ihren Glauben zu konzentrieren und über ihr Leben nachzudenken. Deshalb versuchen manche Menschen in dieser Zeit, ihr Verhalten zu verbessern und zum Beispiel möglichst klimaneutral zu leben oder auf Plastik zu verzichten. Die bundesweite Fastenaktion "7 Wochen ohne" der Evangelischen Kirche Deutschland stellt 2019 das Thema "Mal ehrlich! Sieben Wochen ohne Lügen" in den Mittelpunkt.

Aschermittwoch kein gesetzlicher Feiertag

Weil Ostern jedes Jahr an einem anderen Datum gefeiert wird, fällt auch der Aschermittwoch immer auf einen anderen Tag, 2019 ist es der 6. März. Aschermittwoch ist kein gesetzlicher Feiertag, zählt in Bayern aber zu den sogenannten "Stillen Tagen", an denen öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen verboten sind.

Der Name Aschermittwoch hängt mit einem katholischen Brauch zusammen. Bei Gottesdiensten zu Beginn der Passionszeit lassen sich Katholiken vom Priester mit Asche ein Kreuz auf die Stirn zeichnen. Das soll sie an die Vergänglichkeit des Lebens erinnern.

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