Ehrenamt
Die Erfahrung zeigt: Wenn Ehrenamtliche beim Erlernen der Sprache helfen, hat das einen sehr positiven Effekt auf die Lernfortschritte des lernenden Menschen. Künftig werden unter dem Namen "Sprache schafft Chancen" ebensolche ehrenamtliche Sprachbegleitungen und Kurse gebündelt.

Unter dem Namen "Sprache schafft Chancen" bündelt der Freistaat künftig ehrenamtliche Sprachkurse und -patenschaften der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligen-Agenturen Bayern e.V. (lagfa). Sprachförderung durch Ehrenamtliche sei enorm erfolgreich, erklärte Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann am Dienstag in München. Bisher hätten 5.000 Deutschkurse und Sprachpatenschaften, 100 Sprachpaten- und Kompetenzprojekte sowie über 100 Austauschtreffen der Ehrenamtlichen stattgefunden.

Positive Erfahrungen bei der Sprachförderung mit Ehrenamtlichen

Sprache sei einer der wichtigsten Aspekte für gesellschaftliche Teilhabe, betonte der CSU-Politiker. Gerade Menschen mit Fluchthintergrund benötigten gezielte Förderung. "Sprachförderung durch Ehrenamtliche hat sich bewährt", sagte Herrmann. Hierdurch sei passgenaue Unterstützung möglich. Nebenbei werde der interkulturelle Austausch gefördert.

Seit 2013 arbeitet Bayern mit der lagfa zusammen, um ehrenamtliche Deutschkurse für Asylsuchende zu unterstützen. Darüber hinaus fördert das Innenministerium seit 2019 das Sprachprojekt "Frauen im Fokus". Die Inhalte der bisherigen Projekte werden nun gebündelt und unter dem Namen "Sprache schafft Chancen" zusammengeführt.

Sprache schafft Chancen

Das Projekt Sprache schafft Chancen fördert und unterstützt ehrenamtliche Leiter*innen von Deutschkursen sowie Initiativen und Projekte von FA/FZ/KoBE (Freiwilligenagenturen/-zentren, Koordinierungszentren bürgerschaftlichen Engagements), die Asylbewerbern die deutsche Sprache beibringen.

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