Antisemitismus

Judentum in Bayern

Kuratorin Lisa Hrubesch vor der Spear-Ahnengalerie
Es war die größte deutsche Spielefabrik: Spear in Nürnberg verkaufte Klassiker wie das "Magnetische Angelspiel" oder "Die fliegenden Hüte", Puzzle und Zauberkästen. Die "Arisierung" beraubte die jüdische Familie ihres Besitzes.

Gesellschaft

Megafon Demonstration Protest Demo Symbol
Die Rufe nach einer Beobachtung der "Querdenken"-Bewegung durch den Verfassungsschutz werden immer lauter. Zentralratspräsident Schuster kritisierte "völlig abscheuliche Vergleiche" auf den Demos der Corona-Maßnahmen-Gegner.

Corona

Dr. Felix Klein, Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung
Erst verglich sich eine Elfjährige mit Anne Frank, dann eine junge Frau mit Sophie Scholl: "Querdenker" relativieren die Schoah, sagt nun der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein. Und auch andere Politiker kritisieren die Anti-Corona-Demonstranten scharf.

Judentum in Deutschland

Dr. Josef Schuster Präsident Zentralrat der Juden
Seit fast sechs Jahren steht der Würzburger Josef Schuster schon als Präsident an der Spitze des Zentralrates der Juden in Deutschland. Im Gespräch mit dem Sonntagsblatt erläutert er, was ihm seit seinem Amtsantritt gut gelungen ist - und was nicht. Außerdem lobt er die Antisemitismusbeauftragten im Bund und in den Ländern und fordert mehr Zivilcourage ein, gerade auch im Freundeskreis.

Attentat von Halle

Jurist Ronen Steinke Autor
Der Autor Ronen Steinke fordert in seinem neuen Buch "Terror gegen Juden" einen besseren Schutz jüdischer Einrichtungen in Deutschland. Selbst wenn sich Juden bei einer konkreten Bedrohung an die Polizei wendeten, bedeute das nicht, dass ein offizielles Schutzkonzept erarbeitet werde, sagte der Jurist dem Sonntagsblatt.de. "Dabei wäre es Aufgabe der Behörden, bedrohte Minderheiten konsequenter zu schützen", kritisierte Steinke, der auch Redakteur der "Süddeutschen Zeitung" in München ist.

Attentat von Halle

Ludwig Spaenle
Rund neun Monate nach dem antisemitischen Anschlag in Halle muss sich der Anklagte Stephan B. ab heute vor Gericht verantworten. Sowohl die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, als auch der Antisemitismus-Beauftragte der bayerischen Staatsregierung, Ludwig Spaenle, fordern eine harte Strafe.

Yom HaShoah

Die Holocaust-Überlebende Leah Hasson lebt heute in Ramat Gan bei Tel Aviv.
Um 10 Uhr am Morgen des Yom HaShoah steht jedes Jahr ganz Israel für zwei Minuten still: Im ganzen Land heulen die Sirenen, die Züge bleiben stehen, ebenso die Autos auf den Autobahnen, die Passanten halten schweigend inne. In diesem Jahr war einiges anders. Die Initiative "Zikaron BaSalon" (Gedenken im Wohnzimmer) und ihre Antwort auf die Frage, wie Holocaust-Gedenken und Zeitzeugengespräche unter den Bedingungen der Corona-Pandemie aussehen können.

Christlich-jüdische Aktion

Woche der Brüderlichkeit 2020
Selbstverständliche Zivilcourage und ein eindeutiges Vorgehen gegen Antisemitismus, Antiislamismus und Rassismus wurden bei der Eröffnungsveranstaltung der christlich-jüdischen "Woche der Brüderlichkeit" in Nürnberg gefordert. Das diesjährige Motto "Tu deinen Mund auf für die anderen" müsse als Grundsatz für alle gelten.

Antisemitismus

"Antisemitismus passte nicht ins Selbstbild der jungen BRD", sagt die Leiterin der Fachstelle für Demokratie der Landeshauptstadt München, Miriam Heigl, über den Anschlag auf ein jüdisches Seniroenheim im Februar 1970 in München. Zum 50. Jahrestag will man der Opfer gedenken.