Asylpolitik

Flüchtlingspolitik der Bundesregierung

Stacheldrahtzaun vor einem Haus.
Für mehr als 78 Millionen Euro hat die Staatsregierung in Hof ein Abschiebegefängnis bauen lassen. Nächste Woche soll die Einrichtung mit 150 Plätzen in Betrieb gehen. Scharfe Kritik am Prinzip der Abschiebehaft kommt von Flüchtlingsorganisationen.

Asyl und Flucht

Solomon Chibuike wird in Nigeria verfolgt. Er gehört einer ethnischen Minderheit an, die von der nigerianischen Regierung gewaltsam unterdrückt wird. 2016 floh er nach Deutschland und beantragte Asyl. Warum der Asylantrag abgelehnt wurde und welche Hoffnung er noch hat, erklärt er im Sonntagsblatt-Gespräch.

Asyl

Elke Zimmermann Sa, 28.08.2021 - 17:30
20 Jahre lang waren westliche Länder in Afghanistan präsent. Nach dem Abzug der US-Truppen hat es 20 Tage gedauert, bis die Taliban wieder die Herrschaft übernommen haben. Das stellt auch in Bayern ehren- und hauptamtliche Integrationshelfer vor ganz neue Herausforderungen. Zum Beispiel in Passau.

Evakuierungen aus Afghanistan enden bald

Ein junger afghanischer Mann, im Hintergrund eine Frau mit Burka
Die Lage in der afghanischen Hauptstadt Kabul spitzt sich zu. Offenbar will Deutschland schon am heutigen Donnerstag die Evakuierungsflüge aus Afghanistan beenden. Ein junger Afghane aus Straubing steckt immer noch dort fest – und berichtet, warum er kaum noch Hoffnung hat.

Machtübernahme durch die Taliban

Ein afghanisches Kind
Nur noch bis Ende des Monats sind Evakuierungen aus Afghanistan möglich. Flüchtlingshelfer Stephan Theo Reichel kritisiert, man lasse die Menschen im Stich – und fordert eine andere Asylpolitik der Bundesregierung.

Kommentar

Ist der Attentäter von Würzburg psychisch krank? War der Mord an drei Frauen religiös motiviert? Die Motive, die den jungen Afrikaner zu seinen Taten getrieben haben, sind für die Opfer und deren Angehörige nebensächlich. Der Staat muss alles daran setzen, dass sich solche Massaker nicht wiederholen - und seine Lehren ziehen. Auch wenn das unbequem ist. Ein Kommentar von Timo Lechner.

Streit um Olaf Kuch

Nürnberg Altstadt
Mit einem Offenen Brief hat sich am Dienstag die Politische Arbeitsgemeinschaft Helferkreise Region Nürnberg (PAHN) in eine Diskussion um die Personalie des neuen Nürnberger Stadtdirektors eingebracht. Der bisherige Chef der Nürnberger Ausländerbehörde, Olaf Kuch, ist für den Posten im Gespräch.

Migration

Ashot Aharonyan
Kein Happy-End für den im Januar aus Neuhaus an der Pegnitz abgeschobenen Ashot Aharonyan, der seine todkranke Mutter Gayane noch einmal sehen wollte: Als der junge Armenier endlich auf dem Weg zurück nach Deutschland war, ereilte ihn die Nachricht vom Tod seiner Mutter. Er kehrte um. Zurück bleiben nicht nur Trauer, sondern beim Neuhauser Helferkreis auch Verbitterung und Wut.

Asyl & Politik

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm
Nach harten Auseinandersetzungen zwischen CDU und CSU über die Asylpolitik liegt eine Einigung auf dem Tisch. Doch der Weg bis dahin war steinig. Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm befürchtet, dass der Regierungsstreit der politischen Kultur nicht guttut, und fordert die Parteien zu mehr Sachlichkeit auf.

Diakonie

Die Diakonie Bayern kritisiert Abschiebungsandrohungen gegen angehende Altenpfleger. Diakoniepräsident Michael Bammessel fordert vielmehr ein Aufenthaltsrecht für junge Flüchtlinge, die in der Pflege arbeiten wollen, heißt es in einer Mitteilung seines Verbandes. Bammessel sagte, junge Menschen würden in der Altenpflege dringend gesucht.

Asyl in Zirndorf

In der ZAE Zirndorf: Kreativstunde für die Kinder mit der Künstlerin Sabine Schwarz aus Roßtal
Weit von zu Hause, auf beschwerlichen Wegen nach Deutschland gekommen, schreckliche Bilder im Kopf und Angst im Rücken: Es sind vor allem Kinder, die in den Zentralen Aufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete Schutz und Halt brauchen. So auch in Zirndorf. Haupt- und Ehrenamtliche sorgen hier für Schule, Betreuung und Zerstreuung. Doch weil seit einigen Monaten weniger Kinder in der ZAE ankommen, stehen einige Angebote auf der Kippe. Der Bedarf ist nach wie vor da, nur fehlen die Mittel.

Asyl

Die Aufnahmeeinrichtung Oberfranken
Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plant einen eigenen Asylplan für Bayern. Er beinhaltet nach Informationen des Bayerischen Rundfunks (BR) unter anderem Abschiebeflüge mit eigens vom Freistaat gecharterten Flugzeugen. So müsse man nicht warten, bis eine bundesweite Sammelabschiebung organisiert sei, erklärte der Ministerpräsident im BR. Der bayerische Asylplan solle heute (04.06.) vom Kabinett beschlossen werden.

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