Judentum

Evangelischer Theologe und Kirchenmusiker

Ulrich Siegfried Leupold, den Dichter des Lieds "Er ist erstanden, Halleluja" (EG 116), das im Evangelischen Gesangbuch steht, kennen nur wenige Menschen. Als "Halbjude" floh er aus dem nationalsozialistischen Deutschland nach Kanada. Über die Geschichte seiner Verfolgung schwieg der evangelische Theologe und Kirchenmusiker bis zu seinem Tod.

Yom HaShoah

Markus Springer Di, 21.04.2020 - 18:00
Die Holocaust-Überlebende Leah Hasson lebt heute in Ramat Gan bei Tel Aviv.
Um 10 Uhr am Morgen des Yom HaShoah steht jedes Jahr ganz Israel für zwei Minuten still: Im ganzen Land heulen die Sirenen, die Züge bleiben stehen, ebenso die Autos auf den Autobahnen, die Passanten halten schweigend inne. In diesem Jahr war einiges anders. Die Initiative "Zikaron BaSalon" (Gedenken im Wohnzimmer) und ihre Antwort auf die Frage, wie Holocaust-Gedenken und Zeitzeugengespräche unter den Bedingungen der Corona-Pandemie aussehen können.

Religiöse Feiertage

Hans Leonhard Schäufelein, Abendmahl, 1515, Ulmer Münster.
Nicht Weihnachten, sondern Ostern ist das höchste Fest der Christenheit. Aber wie berechnet sich eigentlich der Ostertermin? Warum finden - wie zuletzt im Jahr 2019 - das jüdische Pessach und Ostern selten, aber immer wieder gleichzeitig statt? Und warum schert die orthodoxe Christenheit genau dann immer aus einem gemeinsamen Ostertermin aus? Ein Streifzug durch die verzwickte österliche Kalendergeschichte.

Judentum

Martina Klecha Don, 19.03.2020 - 12:09
Jüdisches Neujahrsfest
Juden in aller Welt feiern im September zwei Tage lang das Neujahrsfest Rosch Haschana. Das Jahr 5781 beginnt. Zwar nicht mit Party und Feuerwerk, aufregend ist der Jahresbeginn dennoch.

Gegenstände aus der NS-Zeit

Der NS-Staat nahm den Juden nicht nur die Würde und letztlich Millionen von ihnen das Leben, er bereicherte sich auch an ihnen. Bei "Judenauktionen" kauften die Deutschen jüdischen Hausrat. Die belasteten Objekte sind oft bis heute in Familienbesitz.

Steine zum Sprechen bringen

Jüdischer Friedhof in Baiersdorf
Autor
Etwa 1.300 Grabsteine sind auf dem jüdischen Friedhof in Baiersdorf zu finden, der älteste wahrscheinlich von 1561, der jüngste aus dem Jahr 1938. Wenn Susanne Talabardon durch die Reihen geht, dann fühlt sie sich "wie in einer großen Gruppe an Menschen, die alle miteinander reden", erklärt die Professorin für Judaistik an der Universität Bamberg. Zusammen mit ihren Studierenden versucht sie, nicht nur die Gräber zu erfassen, sondern auch deren Geschichten.

Nationalsozialismus

"Buch der Namen" in der Ausstellung des Yad Vashem-Instituts in der Gedenkstätte Auschwitz
75 Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur bleibt die Erinnerung an die Opfer lebendig. In Hof haben Schülerinnen und Schüler dafür eine inzwischen preisgekrönte App entwickelt. Jetzt beteiligt sich die Arbeitsgruppe an der Planung für einen besonderen Erinnerungsweg durch die Stadt.

Evangelische Morgenfeier

Hans Deyerl So, 02.02.2020 - 17:00
Darstellung Jesu im Tempel
In seiner Evangelischen Morgenfeier spricht Pfarrer Florian Ihsen über Jesus als Grenzgänger: Jesus überschreitet die Grenzen der jüdischen Tradition, sodass auch Nichtjuden Zugang zum Gott Israels haben können; er kann uns aber auch helfen, die Grenzen zu überwinden, die wir um unser eigenes Herz herum aufrichten.

Filmtipp Lebensformen

Der gebürtige New Yorker Terry Swartzberg ist nicht besonders religiös aufgewachsen. Aber er hat sich schon früh für Menschenrechte und Gleichberechtigung eingesetzt. Als Journalist kam er nach Berlin und München. Hier macht er sich dafür stark, dass Juden und jüdisches Leben sichtbar sind. Er hält Vorträge, kümmert sich um Stolpersteine - und sammelt Kippas.

Juden in Deutschland

Christina Geisler Di, 21.01.2020 - 07:00
Juden vor dem Brandenburger Tor
Im Kampf gegen Antisemitismus brauchen jüdische Gemeinden und Museen gute Konzepte und gut geschultes pädagogisches Personal. Das wurde bei einem Expertengespräch in Fürth deutlich.

Grafing

Christina Geisler Mo, 20.01.2020 - 16:45
Max Mannheimer
Das Gymnasium in Grafing bei München heißt nun auch offiziell "Max-Mannheimer-Gymnasium". Bereits zum Jahresbeginn wurde die Schule nach dem bekannten jüdischen NS-Zeitzeugen und Holocaust-Überlebenden benannt. Nun fand die feierliche Übergabe der Namensurkunde statt.

Judentum

Charlotte Knobloch
Seit 35 Jahren ist Charlotte Knobloch Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Mit 87 denkt sie aber immer noch nicht ans Aufhören. Im Interview erzählt die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden und Vize-Präsidentin des World Jewish Congress, was sie am Alter schätzt, warum sie erst nach Jahrzehnten über die Verfolgung durch die Nationalsozialisten gesprochen hat - und wie sehr ihr der wachsende Antisemitismus zusetzt.

Feiertage für Christen und Juden

Charlotte Knobloch
Weihnachten und Chanukka: Das christliche und das jüdische Fest ähneln sich - allein wegen der Lichter. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, liebt die Festbeleuchtung zu den Feiertagen. Im Interview erzählt die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, wie sie Chanukka verbringt und was sie entgegnet, wenn ihr jemand "Frohe Weihnachten" wünscht.