Judentum

Spiritueller Impuls

quellentext edith stein
Als Frau und Jüdin hatte Edith Stein (1891-1942), die hochbegabte Philosophin, keine Chance auf eine Uni-Karriere. In der Lebenskrise entdeckte die junge Frau das Christentum und trat den Karmelitinnen bei. 1942 ermordeten die Nazis die Nonne im KZ Birkenau. Sr. Nicole Grochowina beleuchtet aus ihrer eigenen Gebetspraxis, welche Kraft für Edith Stein in der Mystik lag.

Juden in Bayern

Dr. Josef Schuster Präsident Zentralrat der Juden
Vertreter des Judentums in Bayern haben sich am Sonntagabend besorgt über den Einzug der Alternative für Deutschland (AfD) in den bayerischen Landtag gezeigt. Nach den Hochrechnungen der TV-Sender um 19.45 Uhr wird die AfD bei den Landtagswahlen ein deutlich zweistelliges Ergebnis erreichen.

Jüdische Feste

Im September 2018 besteht das jüdische Leben fast nur aus Feiertagen. Mitte September war das Neujahrsfest, Rosch Haschana. Dann folgte der Jom Kippur, der höchste und heiligste Feiertag mit Fasten und Beten. Und ab 24. September 2018 wird das achttägige Laubhüttenfest gefeiert. Jetzt verbringt Rabbi Langnas viel Zeit in einer kleinen Hütte im Garten. Warum er das tut, hören Sie hier:

Religiöse Feiertage

25 Stunden lang nichts essen, nichts trinken, nicht rauchen, nicht duschen, nur nachdenken über sich selbst und über das, was man falsch gemacht hat. Daran halten sich Juden auf der ganzen Welt ab Dienstagabend. Am 19.9. ist Jom Kippur, der große Versöhnungstag, und er beginnt wie alle Feiertage im Judentum am Vorabend. Rabbi Langnas erkärt, warum der Feiertag für die jüdische Seele so wichtig ist:

Antisemitismus

Kippa- jüdische Kopfbedeckung
Der frühere Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) ist der erste Antisemitismusbeauftragte Bayerns. Seit Mitte Mai hat er sein neues Amt inne, aktuell ist er damit beschäftigt, eine Geschäftsstelle aufzubauen und ein Meldesystem für antisemitische Vorfälle vorzubereiten. Im Gespräch mit sonntagsblatt.de erzählt er, was er unter einer Kultur des Hinschauens versteht, warum ihm die Erinnerungsarbeit so wichtig ist und wie sich die Formen des Antisemitismus in den vergangenen Jahren verändert haben.

Musik und Versöhnung

Der israelische Tenor und Wahl-Augsburger Yoéd Sorek bei einem Auftritt mit »Simas Liedern« bei einem Festival in Amsterdam.
Jahr für Jahr werden die Zeitzeugen weniger, die als Überlebende vom Holocaust berichten können – auch von ihrem Leben nach dem Überleben. Ein Zeitzeuge einer Zeitzeugin ist der israelische Tenor Yoéd Sorek. Mit den jiddischen Liedern seiner Großmutter Sima tritt der Wahl-Augsburger auf Bühnen in ganz Europa auf – aber auch vor bayerischen Schulklassen oder Gemeinden.