Syrien

Krieg und Flucht

UN Flüchtlingshilfe in Syrien
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Auch wenn in Syrien vielerorts nicht mehr gekämpft wird: Die syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge können nach Einschätzung von Manfred Rekowski auf längere Sicht nicht gefahrlos in ihr Land zurückkehren. Der Vorsitzende der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) machte sich in Syrien und in libanesischen Flüchtlingslagern in den vergangenen Tagen ein Bild von der Situation und informierte sich auch über die Lage syrischer Christen.

Ausstellung

Fotoprojekt »Sehnsucht Heimat. Flucht – Vertreibung – Neuanfang«
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Ein Steiff-Teddy, eine kleine Kette, eine Geige, ein Kreuz – all diese Gegenstände haben Menschen mit auf die Flucht genommen, obwohl Dinge für Leib und Leben eigentlich Vorrang hatten. Viele Menschen, die im Fotoprojekt "Sehnsucht Heimat. Flucht – Vertreibung – Neuanfang" des Nürnberger Prodekanats Nord porträtiert werden, haben diese Stücke immer noch bei sich – egal, ob sie 94 oder 19 sind, egal, ob sie aus Rumänien oder Syrien geflüchtet sind. Warum ihnen diese "Schätze" ein Stück Heimat bedeuten, erzählen sie in einer Ausstellung in Nürnberg.

Predigt

Jesus und Nikodemus
"Dass der Wind erzählt, ist eine schöne poetische Perspektive. Der Wind erzählt mir was, er nimmt mich wahr, hat ein Interesse an mir. Die Windgeschichten der Bibel bestätigen das. Sie beschreiben die äußere Kraft des Windes als innere Kraft des Geistes zugleich. Der Geistwind, die Geistkraft hat ein Interesse am Menschen." Evangelische Morgenfeier von Kirchenrätin Melitta Müller-Hansen, München

Pilgerreise nach Jerusalem

Unterwegs im Südosten der Türkei Richtung Syrien: David Britsch (Schatten) wollte nach Jerusalem pilgern.
David Britsch (55) pilgerte im November 2016 von Schwerin aus los. Als gläubiger Christ wollte er zu Fuß nach Jerusalem laufen. Doch in der Türkei wurde er festgenommen und saß über neun Monate in Abschiebehaft. Das Gebet gab ihm in dieser Zeit Kraft. Zuerst war sein Schicksal der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt. Im Dezember kam er frei und ist jetzt wieder zurück in Deutschland. Im Interview mit Markus Kowalski spricht David Britsch ausführlich über diese Zeit und wie er sich vom deutschen Staat alleingelassen fühlte.

"Kirche in Bayern"

Für viele Flüchtlinge ist das Kirchenasyl der allerletzte Versuch, eine drohende Abschiebung abzuwenden. Als humanitäre Notlösung werden sie in den Räumlichkeiten einer Kirchengemeinde so lange untergebracht, bis sie eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Die Geschichte eines jungen Syrers, der versucht in Deutschland Fuß zu fassen.

Auszeichnung

Buchhändlerin Doris Höreth mit dem Buch von Mehrnousch Zaeri-Esfahani
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Die Buchhandlung Pelzner im Nürnberger Stadtteil Eibach ist "Bayerns Buchhandlung des Jahres 2017" – eine Nachricht aus dem Kultusministerium machte neugierig. Vor allem wegen der Begründung, in der Minister Ludwig Spaenle den Inhabern Doris und Thomas Höreth einen "hervorragenden Beitrag zur kulturellen Bildung" attestiert. Und zur Völkerverständigung, wie nicht zuletzt die gemeinsam mit der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde organisierte "Denkwerkstatt" mit der iranischen Autorin Mehrnousch Zaeri-Esfahani am 6. Oktober zeigt.

Oper mit Flüchtlingen

»Carmen« im »Mixed Munich Arts«: Carmen (Cornelia Lanz) umgarnt Zuniga (Ahmad Shakib Pouya) – bewundert von Soldaten und den Schmugglern Dancaïro (Tom Amir, mit Stirnband) und Remendado (Yoed Sorek, ganz rechts).
Diese "Carmen" ist bemerkenswert, ja: ein Ereignis. Die Gruppen "Opera incognita" und "Zuflucht Kultur" zeigen mit Bühnenprofis und mit Flüchtlingen aus Irak, Syrien und Afghanistan, wie lebendig und aktuell klassische Oper sein kann. Diese "Carmen" ist ein kluger Kommentar zu Liebe und Freiheit und zugleich ein Projekt, das Brücken baut. In Hitlers Heizkraftwerk singt dabei ein jüdischer Kantor das Kaddisch – als Carmen tot ist und alles von vorn anfängt.

Filmtipp Lebensformen

Lilian Ikulumet aus Uganda und Mohamad Alkhalaf aus Syrien waren bereits in ihren Heimatländern journalistisch tätig und mussten wegen ihrer kritischen Berichterstattung flüchten. In der Süddeutschen Zeitung haben sie seit einem guten Jahr eine eigene Kolumne. Jeden Freitag veröffentlichen sie abwechselnd mit zwei weiteren Geflüchteten Geschichten aus ihrem Alltag in der "Neuen Heimat" Bayern auf der "Leute"-Seite. SZ-Redakteur Korbinian Eisenberger leitet das Projekt.

Syrien

Fotograf Heiko Roith
Der aus Australien stammende und im oberfränkischen Selb lebende Fotograf Heiko Roith (44) begleitet normalerweise prominente Musiker wie Alice Cooper oder Bonnie Tyler auf ihren Tourneen. Nachdem Roith vor Kurzem eine syrische Flüchtlingsfamilie kennengelernt hatte, beschloss er, selbst nach Syrien zu reisen. Vor wenigen Tagen kehrte er von seiner gefährlichen Reise zurück.

Bamberger Pfarrer im Ausland

Volker Metzler nippt an einer Tasse arabischen Kaffees. Mit seinen Mitarbeitern bespricht der Pfarrer aus Bamberg, was heute ansteht: Frauentreff, Musicalprobe, Planung für den Weihnachtsbasar. Es ist eine fast normale Frühbesprechung in der evangelischen Gemeinde in Beirut. Der Bürgerkrieg, der nur 90 Kilometer östlich in der syrischen Hauptstadt Damaskus tobt, ist weit weg. Und doch ganz nah.