Versöhnungskirche Dachau

Nationalsozialismus

BLV-Vizepräsident Reinhold Baier, Charlotte Knobloch und "!Nie wieder"-Sprecher Eberhard Schulz bei der Buchvorstellung.
Sie waren begeisterte Fans, großartige Fußballer, fleißige Vereinsmitglieder - doch ab 1933 waren Menschen mit jüdischen Wurzeln in den deutschen Fußballvereinen unerwünscht. Die Initiative "!Nie wieder - Erinnerungstag im deutschen Fußball" hat jetzt gemeinsam mit dem Bayerischen Fußballverband ein digitales "Buch der Erinnerung" ins Leben gerufen. Es soll den in der NS-Zeit verstoßenen, verfolgten und ermordeten Vereinsmitgliedern ein Denkmal setzen.

Theologe, Seelsorger, Therapeut

Waldemar Pisarski
Gleich mit zwei Beratungstexten in nur einer Ausgabe startete Waldemar Pisarski im April 1994 seine "Sprechstunden"-Karriere im Sonntagsblatt. "Herr A. (35)" wollte wissen, ob er trotz der Tratscherei in seiner Gemeinde wieder für den Kirchenvorstand kandidieren soll. Und "Frau M. (57)" fürchtete, zum Sorgen­abladeplatz für andere zu werden. Ihr antwortete Pisarski mit einem weisen jüdischen Witz. Bis heute sind in 23 Jahren über 600 "Sprechstunden" dazugekommen. Am 17. November 2017 wird der Seelsorger, Therapeut, Autor und Lehrsupervisor Waldemar Pisarski 75 Jahre alt.

KZ-Gedenkstätte

Versöhnungskirche Dachau
Sie war ein Stein des Anstoßes, und sie ist bis heute ein Ort des Dialogs, der Erinnerung und der Versöhnung: Am 30. April 1967 weihte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) die Versöhnungskirche Dachau ein. Sie ist das einzige evangelische Gotteshaus in einer KZ-Gedenkstätte. Ihre Ausstrahlung verdankt sie neben der klugen Architektur vor allem den Menschen, die in den letzten 50 Jahren hier ihren Dienst taten.