18.01.2020
"BayernTrend"

Umfrage Wahlen 2020: Bayern sind zuversichtlich und vertrauen Kommunalpolitikern

Im aktuellen "BayernTrend" vom Bayerischen Rundfunk haben zwei Drittel der Befragten angegeben, dass sie zuversichtlich ins neue Jahrzehnt starten. Die Umfrage zeigt auch, dass die Bayern ein hohes Vertrauen gegenüber ihren Kommunalpolitikern haben.
Bayern Fahne Flagge Kreuz

Die Bayern starten zuversichtlich ins neue Jahrzehnt: Für knapp zwei Drittel (64 Prozent) geben die Verhältnisse im Freistaat Anlass zur Zuversicht. Nur drei von zehn Bayern (31 Prozent) sind besorgt, wie der aktuelle BR-"BayernTrend" in München zeigt. Damit seien die Bayern optimistischer als vor einem Jahr und als die Bundesdeutschen insgesamt: Im Januar 2019 sahen im Freistaat nur 56 Prozent der Befragten Anlass zur Zuversicht. Die bundesdeutschen Verhältnisse bewerteten im ARD-"DeutschlandTrend" kürzlich nur 35 Prozent positiv.

Generell genießen Kommunalpolitiker ein hohes Vertrauen, wie der BR mitteilte. 69 Prozent der Bayern geben in der aktuellen Befragung an, Kommunalpolitikern ein sehr großes oder großes Vertrauen entgegenzubringen. Im Vergleich dazu genießen Landespolitiker mit 43 Prozent ein deutlich geringeres Vertrauen in der bayerischen Bevölkerung. Das geringste Vertrauen bringen die Bayern Bundespolitikern (23 Prozent) und Europapolitikern (21 Prozent) entgegen.

"BayernTrend": Interesse an den Kommunalwahlen ist hoch

Das Interesse der Bayern an den Kommunalwahlen ist zwei Monate vor dem Urnengang hoch: 74 Prozent der Bayern interessieren sich nach eigenen Angaben sehr stark oder stark für die anstehenden Wahlen, die am 15. März stattfinden. 26 Prozent hingegen zeigten kein ausgeprägtes oder gar kein Interesse.

Wenn in Bayern am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre, käme die CSU auf 36 Prozent (plus ein Prozent). Die Grünen würden mit 25 Prozent laut BR einen neuen Höchstwert erreichen (plus vier Prozent), die SPD mit sieben Prozent einen neuen Tiefststand (minus zwei Prozent). Freie Wähler (minus drei Prozent) und AfD (plus zwei Prozent) erreichen jeweils zehn Prozent, die FDP wäre mit vier Prozent (minus zwei Prozent) nicht mehr im Landtag vertreten. Die Linke würde bei drei Prozent verharren. Für die Umfrage hat Infratest dimap von 8. bis 13. Januar 2020 insgesamt 1.004 Wahlberechtigte in Bayern telefonisch interviewt.

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