Geschichte

Zeitgeschichte

Astronaut Buzz Aldrin beim Mondspaziergang.
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Am 20. Juli 1969 erfüllte sich ein Menschheitstraum. Erstmals betraten Menschen den über 380.000 Kilometer entfernten Mond. Für die Macher des Apollo-Programms war es eine technische Meisterleistung, für die Astronauten Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins ein zutiefst bewegendes Ereignis. Für einen hatte die Reise zum Mond eine besondere religiöse Dimension.

Pflicht oder nicht?

Münzen in Stapeln
Wer evangelisch und in Bayern gemeldet ist, findet in diesen Wochen einen Kirchgeldbescheid in seinem Briefkasten. Nicht selten löst der Unverständnis oder sogar Unmut aus. Johannes Bermpohl ist Rechtsreferent der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und unter anderem für die Kirchensteuer zuständig. Im Interview erklärt er den Unterschied zwischen Kirchensteuer und Kirchgeld und verrät, mit welcher Post die Landeskirche ihren Mitgliedern künftig eine Freude machen will.

St. Sebald

Restauration Sebaldusgrab St. Sebald Nürnberg 2019
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Mit seinen Tierfiguren, Putten, Turmaufsätzen und dem Jesuskind gilt das Sebaldusgrab in Nürnbergs ältester Pfarrkirche als eines der schönsten Bronzekunstwerke. 500 Jahre ist es her, dass der Bildhauer und Rotschmied Peter Vischer und seine Söhne das Grabmal für die Gebeine des Heiligen Sebaldus aufgestellt haben. Das Jubiläum dieses Spitzenstückes der Nürnberger Kunstgeschichte wird vom 19. bis 21. Juli gefeiert.

Glaube, Leben, Literatur

Klaas Huizing, evangelischer Theologe und Autor.
Charlotte von Kirschbaum (1899-1975) war Theologin, engste Mitarbeiterin und Geliebte von Karl Barth. Lange stand sie im Schatten des berühmten Mannes, obwohl ihre Bedeutung für sein Werk nicht zu unterschätzen ist, sagt der Würzburger Theologe Klaas Huizing. Er beleuchtet die Dreiecksbeziehung – Barth war verheiratet – im Roman "Zu dritt". Die gebürtige Ingolstädterin "Lollo", wie Barth sie nannte, wäre am 25. Juni 120 Jahre alt geworden.

Der "Fondaco dei Tedeschi"

Fondaco dei Tedeschi in Venedig
Im Herzen Venedigs, gleich neben der Rialtobrücke, befand sich über Jahrhunderte hinweg das Zentrum der deutschen Händler: der "Fondaco dei Tedeschi". Über den Fondaco gelangten die Gedanken der Reformation nach Venedig und Italien. Heimlich wurden hier evangelische Gottesdienste gefeiert. Nach langem Dornröschenschlaf ist der prachtvolle Komplex heute wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Reformationsgeschichte

Venedig: »Der Canale dei Maranni, wo die Inquisitoren des Staates die Verurteilten ertränken ließen«: Aquatinta von Giovanni Maria de Pian (1759/64-1800) nach einer Vorlage von Francesco Galimberti (1755-1803).
Gibt es eine Brücke zwischen dem evangelischen Mittelfranken und Venedig? Aktenkundig vielleicht erstmals in der Person des abenteuerlustigen Theologen Johann Georg Renner (1617-1659), den es in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs mit einem General in die Lagunenstadt verschlug. Dort predigte er heimlich in verbotenen evangelischen Gottesdiensten. Bis er aufflog und es zum Skandal kam.

Europas Protestanten

Thomaskirche Straßburg
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Die Elsass-Metropole Straßburg ist die einzige protestantisch geprägte Großstadt Frankreichs. Bis 1685 war die kleine Stadtrepublik ganz und gar lutherisch - nach der Annexion der Stadt durch König Ludwig XIV. durften die Evangelischen im Elsass ihrer Konfession treu bleiben. Nur das Münster wurde rekatholisiert - alle anderen Innenstadtkirchen sind wenigstens zur Hälfte evangelisch. Der Historiker Thomas Greif beschreibt das großartige kulturelle Erbe der Straßburger Protestanten.

Publizist und Theologe

Friedrich Schorlemmer vor seiner Bücherwand - 75. Geburtstag 2019.
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Sein Name ist eng mit der friedlichen Revolution verbunden, die sich in diesem Jahr zum 30. Mal jährt. In Wittenberg schmiedete der evangelische Pfarrer Friedrich Schorlemmer 1983 symbolträchtig ein Schwert zu einer Pflugschar um und wurde zu einem der bekanntesten DDR-Bürgerrechtler. Noch heute mischt sich der Publizist und Theologe politisch ein, seine Meinung ist gefragt. Am 16. Mai feiert Schorlemmer seinen 75 Geburtstag.

NS-Zeit

Bücher
Am 10. Mai 1933 verbrannten die Nationalsozialisten und ihre Helfer auf dem Königsplatz in München die Bücher vieler bekannter Autoren wie Erich Kästner, Heinrich Mann und Bertolt Brecht. Um daran zu erinnern, lesen am 10. Mai 2019 Bürger und Prominente am selben Ort aus eben diesen Büchern.