Kirchenkreis München und Oberbayern

Abschied und Neuanfang

Susanne Breit-Keßler Abschiedsgottesdienst Lukaskirche November 2019 Kanzel
Mehr tätige Nächstenliebe hat die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler in ihrer Abschiedspredigt als Regionalbischöfin gefordert. Sich um Arme, Fremde, Kranke, Sterbende und Gefangene zu kümmern, müsse in einer Familie selbstverständlich sein, "auch in einer weltweiten", sagte die Theologin. Beim anschließenden Empfang kündigte Ministerpräsident Söder an, dass die 65-Jährige den Vorsitz des ersten Bayerischen Ethikrats übernimmt.

Evangelische Kirche

Buß- und Bettag 2019 Plakat Kirchen
Mit einer Themenkampagne unter dem Motto "Alles egal? Oder hast du noch Träume?" machen mehrere evangelische Landeskirchen auf den Buß- und Bettag am 20. November aufmerksam. An der Kampagne beteiligt sind die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB), die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Evangelische Kirche der Pfalz (EKP).

Impfpflicht

Gerade kurz nach der Geburt hat eine junge Mutter 1000 Fragen. Eine Hebamme weiß Rat.
Der Patienten- und Pflegebeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Peter Bauer, begrüßt zum Welt-Frühgeborenen-Tag am 17. November die neu eingeführte Masern-Impfpflicht. Bei Masern handle es sich keineswegs um eine harmlose "Kinderkrankheit", teilte Bauer am Freitag mit und sprach stattdessen von einer "hochansteckenden Infektionskrankheit". Nach wie vor gebe es kein wirksames Arzneimittel gegen die Virusinfektion, der einzige Schutz sei eine Impfung.

Personalien

Susanne Breit-Keßler Regionalbischöfin München
Eine Ära geht zu Ende: Am 17.11. wird die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler mit einem Live-Fernsehgottesdienst in der Lukaskirche aus ihrem Amt verabschiedet. 18 Jahre stand sie an der Spitze des Kirchenkreises München-Oberbayern. Sie verschaffte dem evangelischen Glauben in der Gesellschaft Gehör und gab der Kirche in der Öffentlichkeit ein markantes Gesicht.

Umgang mit der Vergangenheit

Evangelische Marktkirche in Hannover
Der Marahrensweg in Hannover braucht einen neuen Namen, empfohl ein Beirat der niedersächsischen Stadt im vergangenen Herbst. Sein Namensgeber, der frühere evangelische Landesbischof August Marahrens, habe eine zu große Nähe zum NS-Staat gehabt. Eine Bürgerinitiative will die Umbenennung verhindern. Eine ähnliche Auseinandersetzung gab es vor Jahren bereits in Nürnberg und München.

Digitalisierung der Arbeitswelt

Pflegeroboter Digitalisierung Caritas Robbie Pepper
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Informatiker erwarten, dass Pflegeroboter in wenigen Jahren flächendeckend in Deutschland zum Einsatz kommen. Der demografische Wandel fordere zwangsläufig digitale Pfleger zur Versorgung älterer und kranker Menschen, sagen sie. In der Industrie und sogar im Haushalt vieler Menschen sei künstliche Intelligenz längst Alltag. Für eine tiefergreifende Robotisierung der Arbeitswelt brauche es gemeinsame Rahmenbedingungen von Informatik, Soziologie, Politik, Ethik und Recht.

Theater

Spielleiter Christian Stückl als Kirchenmusiker beim ökumenischen Gottesdienst zur Gelübdeerneuerung. Rechts neben ihm Bühnenbildner Stefan Hageneier, links neben ihm der zweite Spielleiter Abdullah Karaca, sowie »Jesus« Rochus Rückel und »Judas« Cengiz Görür.
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Vertreter der Passionsspiele und der Gemeinde Oberammergau werden am 5. November gemeinsam den Segen der beiden christlichen Kirchen für die Passionsspiele 2020 erbitten. Außerdem wird Spielleiter Christian Stückl den Passionstext vorstellen. Im Jahr 2020 finden die 42. Passionsspiele von 16. Mai bis 4. Oktober statt.

"Kirche in Bayern": Nachhaltigkeit

Jeden Tag werden tonnenweise Obst, Gemüse und viele andere Lebensmittel weggeworfen, die noch gut wären. Mittlerweile gibt es allein in Bayern an 169 Orten eine Tafel, wo diese "geretteten" Waren an Bedürftige verteilt werden. Eine der ersten war die "Münchner Tafel". Schon seit 20 Jahren werden jeden Dienstag in der evangelischen Laetare-Gemeinde in Neuperlach Lebensmittel verteilt. "Kirche in Bayern" hat die Ehrenamtlichen einen Tag lang begleitet.

Präsidentin der Landessynode

Landessynode Schwabach Annekathrin Preidel
Der 31. Oktober 1517 war zwar kein Freitag, sondern ein Mittwoch. Aber er ging trotzdem, wenngleich unter anderem Namen, als Wednesday for Future in die Geschichte ein. Denn das war es, was Luther mit der Kirche Jesu Christi tat: er machte sie fit for future, zukunftsfähig im besten Sinn. Seine Reformation ist ein immerwährendes theologisches Fitnessprogramm.

502 Jahre nach dem Thesenanschlag

Reformationstag 2019 Botschaften aus Bayern
Protestanten auf der ganzen Welt feiern am 31. Oktober den Beginn der Reformation durch den Mönch Martin Luther (1483-1546). Sie erinnern an die Bewegung, aus der die evangelische Kirche entstanden ist und reflektieren die gesellschaftliche Bedeutung von Kirche im 21. Jahrhundert. Gedanken zum Reformationstag aus Bayern von Landesbischof Bedford-Strohm, Synodalpräsidentin Preidel, Regionalbischöfin Greiner, Regionalbischof Piper und Regionalbischof Stiegler.