Afghanistan

Bildungsprojekt vor dem Aus

Annemarie und Peter Schwittek mit einer ihrer Schulklassen in Kabul.
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Am Schulsystem in Afghanistan lässt Peter Schwittek kein gutes Haar. "Die Mehrheit der Abiturienten sind nach zwölf Jahren Unterricht Analphabeten", sagt der Entwicklungshelfer aus Randersacker, der seit den 1970er-Jahren in Kabul lebt. Dort etablierte er über die "Organisation zur Förderung afghanischer regionaler Initiativen und Nachbarschaftshilfen" (Ofarin) ein alternatives Schulprogramm. Dem droht nun mangels Geld das Aus.

Abschiebungen nach Afghanistan

Ramin (links) und Mahmood leben seit einem Jahr in Kallmünz: Ihre Geschichte könnte eine Erfolgsgeschichte der Integration sein. Doch auch sie sind von Abschiebung bedroht.
Deutschland - das klingt wie eine Verheißung. Für dieses Land haben Ramin (16) und Mahmood (17) ihre Heimat Afghanistan verlassen. Vor einem Jahr sind die beiden Jugendlichen im oberpfälzischen Kallmünz gestrandet. Sie gehen zur Schule und integrieren sich. Es sieht nach einer Erfolgsgeschichte aus. Doch seit dem Rückführungsabkommen vom Herbst 2016 sind afghanische Flüchtlinge von Abschiebungen bedroht.