Film

Feministischer Jesusfilm

Jesus (Joaquin Phoenix) tauft Maria Magdalena (Rooney Mara).
Der australische Regisseur Garth Davis erzählt in "Maria Magdalena" (im Kino ab 15. März) die Jesusgeschichte aus feministischer Perspektive. Und muss dabei den Vergleich mit den großen Vorbildern Pasolini, Scorsese oder Mel Gibson nicht scheuen. Joaquin Phoenix als Jesus wäre ein Oscar-Kandidat – wenn der Film nicht ausgerechnet in den Strudel des Missbrauchs-Skandals um Hollywood-Produzent Harvey Weinstein geraten wäre.
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Neu im Kino

»Die Nile Hilton Affäre«: Der Kairoer Polizeioffizier Noredin (Fares Fares) stößt auf intime Fotos und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln.
Ägypten kurz vor der Tahrir-Platz-Revolution - Kairo, Anfang 2011: Eine bekannte Sängerin wird tot in ihrem Hotel aufgefunden. Der ermittelnde Polizist hat bald den Verdacht, dass ein enger Freund des Präsidenten hinter dem Mord steckt. »Die Nile Hilton Affäre« von Tarik Saleh ist ein düsterer Politthriller, der auf einem wahren Fall beruht. Ab heute (5. Oktober) im Kino.
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Doku über Chöre in Tansania

»Ein feste Burg«: der Kanaani-Jugendchor aus Arusha, Tansania.
Über 1500 Chöre kommen jedes Jahr zum Sing-Festival der Evangelisch-Lutherischen Kirche Tansanias (ELKT) zusammen. Unvorstellbar für kirchenferne Deutsche wie die Filmemacherin Julia Irene Peters, die eher zufällig bei einem Tansania-Besuch von dem Wettstreit hörte – und einen Film über die singenden Lutheraner drehte, der nun im Kino zu sehen ist.
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Filmstart »Alien: Covenant«

»Alien: Covenant«: Michael Fassbender spielt in einer Doppelrolle die Androiden Walter und David.
»Alien« – ein Film, mit dem Regisseur Ridley Scott 1979 Kinogeschichte schrieb. Mit »Alien: Covenant« (ab 18. Mai im Kino) erweitert der bald 80-jährige Scott das Weltraum-Grusel-Epos um eine Vorgeschichte. Es geht um Schöpfer, Geschöpfe, viele weitere religiöse Bezüge – und natürlich fließt wieder eine Menge Blut. Sich selbst zu übertreffen gelingt Scott aber leider nicht.
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Neu im Kino

Die Protagonisten von »Ü100« (im Uhrzeigersinn): Anna (103), Ruja (102), Hella (102), Franz (100), Gerda (100), Theresia (101), Ernst (102) und Erna (104).
Sie sind mutig. Sie sind witzig. Sie sind weise. Und sie sind über 100 Jahre alt. Die bayerische Filmemacherin Dagmar Wagner hat acht Hochbetagten ein sehenswertes Dokumentarfilm-Denkmal gesetzt. Am 6. April kommt der Film »Ü100« in die Kinos.
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Luther im Film

Lutherfilm von 1927, Werbeplakat für das Wiener Schwedenkino.
Ein deutsch-nationaler Lutherfilm mit propagandistischen Zügen sorgte 1927 für Zoff zwischen den Konfessionen. Ergebnis: Der Stummfilm durfte bald nur noch bis zur Unkenntlichkeit zensiert und beschnitten gezeigt werden. Jetzt hat das Berliner Bundesarchiv die Urfassung von »Luther« aufwendig rekonstruiert und restauriert. In der Berliner Passionskirche fand nun die »Wieder-Uraufführung« statt – live begleitet vom Stummfilm-Musiker Stephan Graf von Bothmer. Ökumenischen Redebedarf löst der Film auch heute noch aus: Ein evangelisch-katholisch besetztes Podium sollte das bei der Premiere stillen.
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