Nationalsozialismus

Musik und Versöhnung

Der israelische Tenor und Wahl-Augsburger Yoéd Sorek bei einem Auftritt mit »Simas Liedern« bei einem Festival in Amsterdam.
Jahr für Jahr werden die Zeitzeugen weniger, die als Überlebende vom Holocaust berichten können – auch von ihrem Leben nach dem Überleben. Ein Zeitzeuge einer Zeitzeugin ist der israelische Tenor Yoéd Sorek. Mit den jiddischen Liedern seiner Großmutter Sima tritt der Wahl-Augsburger auf Bühnen in ganz Europa auf – aber auch vor bayerischen Schulklassen oder Gemeinden.
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Judenhass

Hinter »Israelkritik« oder der »BDS«-Bewegung verbirgt sich heutiger Antisemitismus (Demonstranten in Australien, 2010).
Von "Kippa Colonia" bis "Berlin trägt Kippa": In mehreren deutschen Städten gab es Ende April 2018 Solidaritätsaktionen für jüdische Bürger. Anlass waren der Echo-Skandal um die Rapper Kollegah und Farid Bang unddie Häufung antisemitischer Übergriffe - zuletzt auf zwei Männer mit Kippa in Berlin. Doch was ist eigentlich Antisemitismus? Ein Überblick.
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Richard Wagner Museum

Das Zerrbild eines schwarzen Jazzmusikers mit einem Davidstern am Revers war das ursprüngliche Plakatmotiv der Propaganda-Ausstellung »Entartete Musik«.
Die Ausstellung "Entartete Kunst" zählt zu den hässlichsten Beispielen von Kultur-Rassismus während der NS-Diktatur. 80 Jahre nach dieser Propaganda-Veranstaltung zeigt das Richard Wagner Museum Bayreuth unter dem Titel "Das verdächtige Saxophon. 'Entartete Musik' im NS-Staat" eine kritische Rekonstruktion dieser Schau – mit bemerkenswerten Bezügen zur Lokalgeschichte.
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Kirche und Nationalsozialismus

Abmarsch aus der Missionsanstalt: Schüler des Neuendettelsauer Missionsseminars bildeten einen eigenen SA-Trupp. Das Foto entstand 1935.
Umfassend, abgründig, fesselnd: Der Historiker Hans Rößler (geb. 1935) hat die Geschichte der Protestantismus-Hochburg Neuendettelsau in der NS-Zeit geschrieben. Für sein Buch »National­sozialismus in der fränkischen Provinz. Neuendettelsau unterm Hakenkreuz« erhält Rößler nun den Pechmann-Preis der bayerischen evangelischen Landeskirche.
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Weihnachtslieder

Friedrich Heinrich Ranke (1798-1876, links),  Louise Reichardt (1779-1826), Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852), Karl Ludwig Sand (1795-1820), August von Kotzebue (1761-1819), Karl Georg von Raumer (1783-1865).
Auf den Hitlisten der beliebtesten Weihnachtslieder der Deutschen ist »Tochteher Zion« noch immer zu finden – jedenfalls, wenn man internationale Schlager wie »Last / White / We Wish You A Merry Christmas« herausrechnet. In der NS-Zeit war das Lied mit seinem »jüdischen« Titel verpönt. Wenig bekannt ist, dass die Wurzeln des Lieds im evangelischen Franken liegen. Und in Schottland.
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Dekanat Bamberg

Marion Krüger-Hundrup, Anette Simojoki, Björn Mensing und Hans-Martin Lechner bei der Informationsveranstaltung im Gemeindezentrum der Bamberger Erlöserkirche.
Von »bedrückenden Nachrichten für unser Dekanat« sprach Pfarrerin Anette Simojoki, von »niederschmetternden Fakten« Dekan Hans-Martin Lechner. Die Veranstaltung über den Umgang der evangelischen Kirche mit Pfarrern, die NS-Täter waren, im völlig überfüllten Gemeindezentrum der Bamberger Erlöserkirche ließ viele ratlose Gesichter zurück.
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Hitlerglocke Herxheim

Der Turm der Jakobskirche in Herxheim am Berg, in dem eine »Hitlerglocke« schlägt.
Der Herxheimer Gemeinderat hat ein Gutachten über die Glocke mit Hakenkreuz in der evangelischen Jakobskirche in Auftrag gegeben. Auch in der Wendelinuskapelle im ebenfalls pfälzischen Essingen wird eine »Hitlerglocke« vermutet. Als ehemalige Simultankapelle gehört sie Katholiken und Protestanten gemeinsam.
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Kirche und NS-Zeit

»Alles für's Vaterland - Adolf Hitler« steht zusammen mit einem Hakenkreuz auf einer Glocke in der Herxheimer protestantischen Kirche.
Was ist der richtige Umgang mit einer Kirchenglocke mit Hakenkreuz und der Zeile »Alles für‘s Vaterland – Adolf Hitler«? Schon seit mehreren Monaten wird darüber in der rheinland-pfälzischen Kirchengemeinde Herxheim am Berg diskutiert, mittlerweile berichten sogar schon Medien im Ausland über die Geschichte. Am Montag, 28. August will der Gemeinderat über die Zukunft der Glocke beschließen.
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Ausstellung

Fahrendes Volk – aber keine »Zigeuner«, auch wenn sie von Nazis als solche verfolgt wurden. Das Foto zweier Jenischen-Familien vor ihrem Reisewagen entstand um 1925.
Etwa 40 000 Menschen in Süddeutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich und den Beneluxstaaten zählen sich heute zu den Jenischen. Einst waren sie ein nicht sesshaftes »fahrendes Volk«. Die Wurzeln der Jenischen liegen möglicherweise im späten Mittelalter oder sogar der Keltenzeit – das ist umstritten. Eine Ausstellung im fränkischen Baden-Württemberg wirft nun Schlaglichter auf die Geschichte einer »unbekannten Minderheit«.
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