Zweiter Weltkrieg

Nationalsozialismus

»Lübecker Märtyrer« - die katholischen Priester Hermann Müller, Eduard Lange und Johannes Prassek.
Vor 75 Jahren, am 10. November 1943, starben die "Lübecker Märtyrer" unter dem Fallbeil. Drei der vier Geistlichen aus der Hansestadt, Johannes Prassek, Hermann Lange und Eduard Müller, waren katholische Priester, einer der evangelische Pfarrer Karl Friedrich Stellbrink.

"Lübecker Märtyrer" vor 75 Jahren

Er war Nationalsozialist und Antisemit, er träumte von einer überkonfessionellen deutschen Kirche, die einem "arischen Jesus" folgen sollte. Und er starb vor genau 75 Jahren zusammen mit drei katholischen (und inzwischen seliggesprochenen) Lübecker Amtsbrüdern als Widerständler gegen das NS-Regime: Der evangelische Pfarrer Karl Friedrich Stellbrink (1894-1943) war ein schillernder und widersprüchlicher Mensch. Seine Biografie wirft bis heute Fragen auf.

Mystik, Materie und Geist

Der Franziskanerpater, Mystiker und Erfolgsautor Richard Rohr im Interview mit dem Sonntagsblatt.
Richard Rohr wurde am 20. März 1943 in Topeka im ländlichen Kansas, also in den USA, geboren. Mit 14 ging er von zu Hause weg und zog nach Cincinnati. Dort trat er mit 18 in den Franziskaner-Orden ein. Er hat unzählige Bücher geschrieben und gilt heute als einer der bedeutendsten christlichen Mystiker und spirituellen Lehrer unserer Zeit. Der an Krebs erkrankte Theologe war noch einmal zu zwei Vorträgen in Bayern. Markus Springer hat ihn interviewt.

Kirche und Nationalsozialismus

Abmarsch aus der Missionsanstalt: Schüler des Neuendettelsauer Missionsseminars bildeten einen eigenen SA-Trupp. Das Foto entstand 1935.
Umfassend, abgründig, fesselnd: Der Historiker Hans Rößler (geb. 1935) hat die Geschichte der Protestantismus-Hochburg Neuendettelsau in der NS-Zeit geschrieben. Für sein Buch "National­sozialismus in der fränkischen Provinz. Neuendettelsau unterm Hakenkreuz" erhält Rößler nun den Pechmann-Preis der bayerischen evangelischen Landeskirche.

Liebesgeschichte

Passfotos Kurt Landauer (1947) und Maria Baumann (1942).
Der jüngst aufgetauchte schriftliche Nachlass Kurt Landauers wirft ein neues Licht auf die Gründe, die den jüdischen Bayern-Präsidenten nach dem Krieg zu einer Heimkehr nach München bewogen. Es war die Liebe – zum FC Bayern, zu München, aber vor allem zu Maria Baumann, der langjährigen Hausangestellten der Familie Landauer, die die Geliebte Landauers war und schließlich seine Ehefrau wurde.

Befreiung am Pragser Wildsee

Konzentrationslager Betten
Kurz vor Kriegsende 1945 verschleppte die SS 139 prominente KZ-Häftlinge von Dachau nach Südtirol ins Pustertal, um sie gegenüber den Alliierten als Geiseln einzusetzen. Ein Museum in Prags erinnert nun an Pfarrer Martin Niemöller und die anderen "Sippen- und Sonderhäftlinge" Hitlers.