Evangelische Jugend Bayern
Veronika Bartl ist zur Vorsitzenden des Landesjugendkonvents der Evangelischen Jugend in Bayern gewählt worden. Im Sonntagsblatt-Interview erzählt sie, warum sie aufgeregt war vor der Wahl - und was sie sich vorgenommen hat für die nächste Zeit.
Bartl Veronika
Veronika Bartl

Sie sind zur Vorsitzenden des Landesjugendkonvents der Evangelischen Jugend in Bayern (EJB) gewählt worden. Wie haben Sie die Wahl empfunden?

Die Nacht davor und bis die Wahlergebnisse zu sehen waren, war ich sehr aufgeregt. Dann habe ich mich erst mal sehr gefreut! Bis ich es vollständig realisiert habe, hat es einen Moment gedauert, aber mit den ersten Aufgaben wurde es mir immer bewusster. Jetzt freue ich mich einfach nur sehr auf das, was auf mich zukommt!

Sie sind seit vielen Jahren als Jugendgruppenleiterin unterwegs. Was gibt Ihnen das Ehrenamt?

Jede*r Ehrenamtliche steckt so viel Herzblut und Engagement in diese Arbeit, dass jede noch so große Aufgabe gemeinsam und durch die Unterstützung, die man erfährt, leichter wirkt. Außerdem ist es ein sehr schönes Gefühl zu sehen, dass man mit seinem Einsatz jemandem etwas Gutes mitgeben kann – sei es Spaß, Mut, Zuspruch oder etwas Auszeit vom Alltag.

Ihr Tipp für Jugendliche, die sich für ein Ehrenamt interessieren?

Mutig sein! Man neigt oft dazu, sich zu hinterfragen, ob man der Aufgabe wirklich gewachsen ist – oder man traut sich nicht, jemanden anzusprechen, um an einem Projekt mitzuarbeiten.

Wenn ihr eine Aktion seht, die euch anspricht und für die ihr brennt, traut euch!

Was möchten Sie in den nächsten Jahren erreichen?

In der evangelischen Kirche gibt es gerade zahlreiche Umbrüche, die viele Chancen mit sich bringen. Hier können Ehrenamtliche viel mitgestalten. Mir liegt es am Herzen, dass wir diese Gelegenheiten wahrnehmen und proaktiv einbringen, welche Themen und Aspekte uns Jugendlichen wichtig sind.

Sie studieren Medien und Kommunikation an der Universität Passau. Wie stehen Sie zum Thema Digitalisierung in der Kirche?

Unser Leben verschiebt sich immer mehr ins Digitale, wodurch Websites oder Social-Media-Konten von kirchlichen Einrichtungen noch mehr Bedeutung und auch Potenzial bekommen. Sie bieten viel Raum, niederschwellig darüber zu informieren und darzustellen, was die Kirche bieten kann. Diese Gelegenheit müssen wir auf jeden Fall nutzen und auch weiter ausbauen – und zwar auf allen Ebenen.

Welche Themen bei der Evangelischen Jugend interessieren Sie besonders? Wo sehen Sie Handlungsbedarf?

In der Kirche laufen gerade Prozesse, bei denen die Jugend mehr und mehr als Chance wahrgenommen wird. Sich daran aktiv zu beteiligen und die Belange der Jugendlichen auf struktureller Ebene zu vertreten, reizt mich sehr.  Es ist mir wichtig, dass wir uns als junge Ehrenamtliche intensiv einbringen. Schließlich wird das Ergebnis nicht nur unsere Möglichkeiten bestimmen, sondern vor allem die der kommenden Jahrgänge.

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