Berufe in der Kirche
Als Religionspädagog*in arbeitet man sowohl in der Gemeinde als auch in der Schule. Wir haben Religionspädagogin Karin Müller aus dem Dekanat Aschaffenburg im Interview gefragt, wie das Studium und der Vorbereitungsdienst aussehen und was das Tollste in ihrem Beruf ist.
Karin Müller arbeitet im Dekanat Aschaffenburg als Religionspädagogin. Wir sprechen mit ihr über ihren Beruf und ihre Ausbildung.

Karin Müller arbeitet seit zehn Jahren als Religionspädagogin im Dekanat Aschaffenburg. Sie hat das Studium "Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit" an der Evangelischen Hochschule in Nürnberg noch auf Diplom studiert. Mittlerweile dauert das Studium auf Bachelor acht Semester.

Religionspädagogik im Studium

Das Studium beinhaltet viele verschiedene Aspekte, die Religionspädagog*innen in der späteren Arbeit nutzen können. Vermittelt werden theologische Inhalte wie Bibelwissenschaft und Religionswissenschaft ebensio wie pädagogisch-psychologische Elemente wie Didaktik und kirchliche Bildungsarbeit. Auch kreative Inhalte wie Musik und Kunst gehören zur Ausbildung.

"Besonders spannend fand ich Pädagogik und Psychologie. Wie verhalten sich Menschen? Wie ist die Entwicklung? Wie ist auch die Glaubensentwicklung? Man denkt ja immer, alle, die an Gott glauben, glauben an den alten Mann auf der Wolke mit dem ganz langen Bart. Aber der Glaube entwickelt sich ja mit dem, was wir dann auch erleben", erinnert sich Karin Müller.

Im Vorbereitungsdienst praktische Erfahrungen sammeln

Nach dem Studium folgt ein zweijähriger Vorbereitungsdienst in der Gemeinde und der Schule. Dort können die Absolvent*innen praktische Erfahrungen sammeln und werden auch durch Mentor*innen vor Ort begleitet. Während des zweijährigen Vorbereitungsdienstes gibt es weitere Seminare. Anschließend können sich die Religionspädagog*innen auf Stellen bewerben.

Berufsschanchen für Religionspädagog*innen

Religionspädagog*innen können sowohl im Schuldienst als auch in der Gemeinde eingesetzt werden. Manche Stellen beinhalten nur einen Teil des Arbeitsfelds, andere haben einen geteilten Dienst in der Gemeinde und in der Schule. Beim Schulunterricht ist die Zielgruppe etwas enger, weil man mit Schulkindern arbeitet. In der Gemeindearbeit arbeiten die Religionspädagog*innen mit verschiedenen Altersgruppen zusammen, was für Karin Müller sehr wichtig war:

"Man macht einen Kindergottesdienst mit Krabbelkindern, hat in der Schule Kinder und Jugendliche ebenso wie in der Gemeinde. Und es kommen ältere Menschen in den Gottesdienst. Diese Bandbreite finde ich schön."

Weitere Infos zum Beruf

Der Berufsgruppenverband der Religionspädagog*innen und Katechet*innen informiert über den Beruf auf ihrer Webseite. Dort gibt es ein Kontaktformular, dass für Anfragen genutzt werden kann.

Auch die Evagelisch-Lutherische Kirche in Bayern hat online Informationen zusammengestellt.

Informationen über das Studium und die konkreten Studienbedinungen finden sich auf der Webseite der Evangelischen Hochschule in Nürnberg.

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