Gemeinde

"Stark starten"

Aktiv werden, statt nur zu kritisieren. Dazu hatte der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm bei einer Veranstaltung aufgerufen - und Ernst Wißmüller nahm ihn beim Wort. Bei den Kirchenvorstandswahlen 2018 wählte ihn seine evangelische Gemeinde zum ersten Mal als Kirchenvorsteher. Welche Projekte er dort mit anpacken möchte, erzählte er Sonntagsblatt.de beim Tag der Kirchenvorstände in Fürth.

"Stark starten"

Beim Tag für Kirchenvorstände (KV) am 26. Januar in Fürth kamen mehr als 800 Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher aus ganz Bayern zusammen, um gemäß des Tagesmottos "stark" in ihre neue Amtsperiode zu "starten". Der 26-jährige Felix Pfingstgräf aus dem mittelfränkischen Altdorf ist schon zum zweiten Mal im KV. Im Video-Interview mit Sonntagsblatt.de erzählt er, welche Erfahrungen gerade junge Menschen dort sammeln können.

Fusion mit neuem Namen

Pfarrer Felix Breitling und Pfarrerin Verena Übler vor Sophie-Scholl-Pfarramt
Sophie Scholls Name ist untrennbar verbunden mit der NS-Widerstandsgruppe "Weiße Rose". Doch in ihren Tagebüchern schildert die von den Nazis ermordete Studentin auch die christlichen Motive für ihren Widerstand. Diese ernste Auseinandersetzung mit dem Glauben und seinen gesellschaftlichen Konsequenzen hat die evangelischen Gemeinden von Offenbarung und Rogate im Münchner Osten bewogen, sich nach ihrer Fusion in "Sophie-Scholl-Gemeinde" umzubenennen.

Bis 15. Februar bewerben

Smartphone Handy Smartphone App Kirche Gemeinde social digital
Wer hat den schönsten Gemeindebrief im ganzen Land? Die evangelische Landeskirche in Bayern lobt für ansprechende Gemeindebriefe, moderne Internetauftritte und gelungene Social-Media-Aktivitäten Preise in Höhe von insgesamt rund 6.000 Euro aus.

PuK in der Praxis

PuK-Jugendbotschafter Marlene Altenmüller
Der Reformprozess "Profil und Konzentration" (PuK) der bayerischen Landeskirche soll ein Wandel von oben und von unten sein. Um bei Veränderungen an der Basis zu helfen, haben die Evangelische Jugend in Bayern (EJB) und das PuK-Projektbüro rund 30 junge Moderatoren ausgebildet. Wie diese Jugendbotschafter die Kirchenreform begleiten, erklärt die Vorsitzende des Landesjugendkonvents, Marlene Altenmüller.

Muslime in Deutschland

Islamberatung Eugen-Biser-Stiftung
Zum 1. Januar soll die neue "Islamberatung in Bayern" ihre Arbeit aufnehmen und als "Brückenbauer zwischen islamisch geprägten Lebenswelten und Kommunen" dienen. Akteure aus Politik, muslimischen und nicht-muslimischen Verbänden sowie Organisationen in ganz Bayern können sich dort beraten lassen. Der Erlanger Professor Mathias Rohe erklärt im Interview, warum die Einrichtung ein "wichtiger Schritt hin zu einer Normalität des Islam in Bayern" ist.

Reformprozess "Profil und Konzentration"

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Klemmt’s bei der Jugendarbeit in der Gemeinde? Anruf genügt – dann kommt Melanie Ott. Oder einer der anderen rund 30 Ehrenamtlichen aus den bayerischen Dekanaten und Verbänden, die vor wenigen Wochen zu Jugendbotschaftern für den landeskirchlichen Veränderungsprozess "Profil und Konzentration" ausgebildet wurden. Und die 21-Jährige weiß nicht nur in der Theorie, auf was es ankommt.

Landessynode Garmisch-Partenkirchen

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Bei der Herbsttagung der bayerischen evangelischen Landessynode in Garmisch-Partenkirchen hat der kirchliche Finanzchef Erich Theodor Barzen den Haushalt für 2019 vorgestellt. Wichtige Rollen spielen dabei die geplante Abschaffung des "Besonderen Kirchgelds" und ein Nachtragshaushalt in Höhe von 15 Millionen Euro.

Kirche Sugenheim

Dieter Hertel
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In seiner rundum sanierten, schmucken Dorfkirche fühlt sich Pfarrer Dieter Hertel pudelwohl. Im April 2017 wurde sie nach den Umbauten wieder eingeweiht, jetzt sind auch endlich die wertvollen Epitaphien restauriert und wieder eingebaut. Was das Bild der Pfarrei Sugenheim im Dekanat Neustadt aber manchmal trügt, ist die eigene Zukunft und die der umliegenden Land-Gemeinden, die immer kleiner werden. Aus Selbsthilfe hat man die Grenzen von drei Dekanaten und zwei Kirchenkreisen jetzt aufgeweicht.

Sechs Kirchen und ein Sultan

Pfarrerin Uli Wilhelm vor der Johanneskirche.
Garmisch-Partenkirchen ist ein Ort der Superlative: der höchste Berg, die steilste Abfahrt, die meisten Touristen, der dickste Stau. Doch weil das Tagungsprogramm für einen Fahrt auf die Zugspitze keine Zeit lässt, auf der Kandahar kaum Schnee liegt und die meisten Synodalen mit der Bahn anreisen, bleibt der Blick frei für das ganz normale Leben – und das ist auch in GAPA schon spannend genug.

"Kirche in Bayern"

Vor mehr als 80 Jahren wurde aus den ursprünglich getrennten Orten Garmisch und Partenkirchen die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen. Die evangelischen Kirchengemeinden jedoch waren noch bis vor kurzem eigenständig. Durch Initiative der Gemeinden ist ein großer Stein ins Rollen gekommen. Und es gelang, was sich vor ein paar Jahren kaum einer vorstellen konnte.

Speed-Dating, Quiz und Wette

Wahl-Wette der Pfarrer Gottswinter und Stegmann
Ein Kreuz für mehr Beteiligung: Am 21. Oktober werden in 150 Gemeinden in München und Oberbayern neue Kirchenvorstände gewählt. 12,8 Prozent der Wahlberechtigten im Kirchenkreis gaben bei der letzten Wahl 2012 ihre Stimme ab. Zu wenig, finden manche Gemeinden – und versuchen, mit witzigen Aktionen mehr Wähler an die Urnen zu locken.