Gemeinde

Kommunalwahl-Kampagne: "Beteiligung ist Grundpflicht"

Mit einer Kampagne wirbt die Landeshauptstadt München für die Kommunalwahl 2020. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will damit dem Vertrauensverlust in demokratische Prozesse und Institutionen entgegenwirken, wie er am Mittwoch im Münchner Rathaus sagte. Die evangelische Stadtdekanin Barbara Kittelberger rief die Münchner Gemeinden mit ihren rund 255.000 Kirchenmitgliedern dazu auf, noch bewusster für demokratische Beteiligung zu werben.

Evangelisch in Charkiw

Der 36-jährige Pfarrer Pawlo Schwarz aus Charkiw
Seit vielen Jahren unterstützt die evangelische Kirche in Nürnberg die evangelisch-lutherische Gemeinde im ukrainischen Charkiw. Der 36-jährige Pfarrer Pawlo Schwarz aus Charkiw ist seit etwa einem halben Jahr bischöflicher Visitator der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Ukraine (DELKU). Aber in der Kirche rumort es, wie er bei einem Besuch in Nürnberg im Gespräch erläuterte.

Wo ist Heimat?

Pfarrerin Regina Schenk, Karlheinz Müller und Renate Kißlinger in der Dorfkirche Dühren
Autor
"Heimat ist ... " – Jeder setzt an dieser Stelle etwas anderes, für ihn persönlich wichtiges ein. Ob es der Ort ist, an dem man aufgewachsen ist, ob es die Familie ist oder einfach "wo das Herz ist", wie ein altes Sprichwort sagt. Heimat ist vermeintlich etwas Selbstverständliches, und doch wird der Heimatbegriff immer wieder kontrovers diskutiert und aufgeladen. Die Palette reicht da von sentimental bis nationalistisch. Der Buchautor Helmut Haberkamm hat sich seine eigenen Gedanken gemacht und für sein Buch "Kleine Sammlung fränkischer Dörfer" 20 Orte in Franken besucht, an denen weniger als 150 Menschen wohnen. Darunter auch die kleinste evangelische Gemeinde Bayerns.

Evangelisch in München

Baby Taufe Bayern Natur Alpsee
Mit Ostern beginnt in der Münchner evangelischen Kirche St. Johannes traditionell die Saison der Isar-Taufen. Seit über zehn Jahren ist das Angebot bei jungen Familien beliebt. In der Osternacht zieht sogar die ganze Gemeinde hinunter zum Fluss, um sich an die eigene Taufe zu erinnern. Was Peter Dölfel, seit zweieinhalb Jahren Pfarrer der Kirche im Stadtbezirk Au-Haidhausen, an dem Ritual so mag, erklärt er im Interview.

Reformprozess Profil und Konzentration

PuK Sozialraum Orientierung Bayern
Rund 12.000 Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher gestalten seit ihrer Wahl im November die Entwicklung ihrer evangelischen Gemeinden mit. Immer mehr von ihnen beschäftigt der innerkirchliche Reformprozess "Profil und Konzentration". Das PuK-Projektteam der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) bietet nun Arbeitsmaterialien an, um Kirchenvorstände dabei zu unterstützen.

Bewusstsein für Minderheiten

Erfinder der ertastbaren Punktschrift ist der Franzose Louis Braille (1809-1852)
Bibeln oder Gesangbücher in besonders großer Schrift, eine Homepage, auf der man sich Texte vorlesen lassen kann, Helfer für den Gang zum wöchentlichen Gottesdienst: Kirchengemeinden müssen sich darauf einstellen, dass ein zunehmender Anteil ihrer Gemeindemitglieder nicht mehr gut sieht - und deswegen Hilfe nötig hat. Den wenigsten ist das allerdings bewusst.

"Stark starten"

Aktiv werden, statt nur zu kritisieren. Dazu hatte der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm bei einer Veranstaltung aufgerufen - und Ernst Wißmüller nahm ihn beim Wort. Bei den Kirchenvorstandswahlen 2018 wählte ihn seine evangelische Gemeinde zum ersten Mal als Kirchenvorsteher. Welche Projekte er dort mit anpacken möchte, erzählte er Sonntagsblatt.de beim Tag der Kirchenvorstände in Fürth.

"Stark starten"

Beim Tag für Kirchenvorstände (KV) am 26. Januar in Fürth kamen mehr als 800 Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher aus ganz Bayern zusammen, um gemäß des Tagesmottos "stark" in ihre neue Amtsperiode zu "starten". Der 26-jährige Felix Pfingstgräf aus dem mittelfränkischen Altdorf ist schon zum zweiten Mal im KV. Im Video-Interview mit Sonntagsblatt.de erzählt er, welche Erfahrungen gerade junge Menschen dort sammeln können.

Fusion mit neuem Namen

Pfarrer Felix Breitling und Pfarrerin Verena Übler vor Sophie-Scholl-Pfarramt
Sophie Scholls Name ist untrennbar verbunden mit der NS-Widerstandsgruppe "Weiße Rose". Doch in ihren Tagebüchern schildert die von den Nazis ermordete Studentin auch die christlichen Motive für ihren Widerstand. Diese ernste Auseinandersetzung mit dem Glauben und seinen gesellschaftlichen Konsequenzen hat die evangelischen Gemeinden von Offenbarung und Rogate im Münchner Osten bewogen, sich nach ihrer Fusion in "Sophie-Scholl-Gemeinde" umzubenennen.