Israel

Israel

Auf Gedenkveranstaltungen für die Opfer des Holocaust wird stets beschworen, dass so etwas wie die Judenvernichtung im nationalsozialistischen Deutschland nie wieder passieren darf. Und dennoch ist auch der Gegenspieler Antisemitismus ständig präsent. Die 56-jährige Antje Naujoks befasste sich schon als junges Mädchen mit dem Thema und hat infolgedessen eine weitreichende Entscheidung getroffen: Obwohl sie selbst keine Jüdin ist, verließ sie Deutschland, um in Israel zu leben.

Jüdische Feste

Wenn am 22.12. die vierte Kerze am Adventskranz brennt, zünden jüdische Familien die erste Kerze an - allerdings am Chanukka-Leuchter. Das achttägige jüdische Lichterfest fällt dieses Jahr mit Weihnachten zusammen. Wie gefeiert wird, haben wir den Münchner Rabbiner Steven Langnas und den in München lebenden israelischen Blogger Asaf Erlich gefragt.

Israel & Palästina

Auf dem Ölberg, an der höchsten Stelle Jerusalems, steht die evangelische Himmelfahrtkirche - und in ihrem Turm läuten deutsche Glocken. Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts waren sie ein Geschenk des deutschen Kaisers Willhelm II. und seiner Frau Auguste Viktoria. Nun sind die Glocken in die Jahre gekommen und mussten restauriert werden - von dem Passauer Glockenexperten Rudolf Perner.

Kommentar

12. November 2019: Raketen werden aus Gaza auf Israel abgefeuert.
Israelische Streitkräfte töten einen palästinensischen Terrorführer in Gaza. Die Reaktion: ein Raketenhagel auf israelische Orte. Viele von ihnen kann der Raketenschutzschild "Iron Dome" abfangen, aber nicht alle. Die Raketen treffen Israel, während das Land in der schwersten innenpolitischen Krise seit Jahren steckt. Eskaliert nun die Gewalt zwischen Gaza und Israel erneut?

Personen der Bibel

Hebräischer Schift auf Pergamentseite
Autor
Deborah ist eine der ersten Karrierefrauen Israels. Und das, obwohl das Buch Sirach die Männer warnt: "Wenn die Frau ihren Mann ernährt, so gibt es […] große Schande" (Sirach 25, 28 f.). Deborah bestimmte als erste Frau des vorstaatlichen Stämmeverbunds das Geschick des Volkes Gottes wesentlich mit. Als "Mutter Israels" ging sie in die biblische Geschichte ein.

Evangelische Morgenfeier

Rahab
Die Geschichte von Rahab, die ihre Familie dadurch errettet, dass sie zwei israelitische Spione vor der Eroberung Jerichos versteckt, gehört zu den biblischen Bildern und Geschichten, die uns ermutigen, etwas zu tun, was ein Gegengewicht zu all der Angst und Resignation sein kann und uns helfen, Vertrauen aufzubringen, dass es Wege in eine gemeinsame Zukunft gibt. Die Evangelische Morgenfeier von Pfarrerin Barbara Hauck aus Nürnberg.

Religionen

Rabbiner Daniel Alter
Autor
Daniel Alter ist im Nürnberger Stadtteil Katzwang beim "Reichelsdorfer Keller" und dann in Frankfurt am Main aufgewachsen. Der 59-Jährige absolvierte eine Ausbildung zum Rabbiner durch das Abraham Geiger Kolleg in Potsdam und wurde im September 2006 ordiniert. Im Interview erklärt Daniel Alter jüdische Traditionen, spricht über das Verhältnis der Juden zum Islam und seine Erfahrungen mit Antisemitismus.

Religiöse Feiertage

25 Stunden lang nichts essen, nichts trinken, nicht rauchen, nicht duschen, nur nachdenken über sich selbst und über das, was man falsch gemacht hat. Daran halten sich Juden auf der ganzen Welt ab Dienstagabend. Am 9.10. ist Jom Kippur, der große Versöhnungstag, und er beginnt wie alle Feiertage im Judentum am Vorabend. Rabbi Langnas erkärt, warum der Feiertag für die jüdische Seele so wichtig ist:

Am 25. August ist Israelsonntag

Martin Brons, Leibl Risenfried und Jo-Achim Hamburger
Am zehnten Sonntag nach Trinitatis, elf Wochen nach dem Pfingstfest, wird in der Evangelischen Kirche in Deutschland der "Israel-Sonntag" begangen, der das Verhältnis von Christen und Juden zum Thema hat. Jo-Achim Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg, wünscht sich eine Neukalibrierung in der Diskussionskultur in unserer Gesellschaft, was Israel angeht.

Jüdische Geschichte in Deutschland

Dani Mire aus der Hafenstadt Haifa ist Reiseleiter in Israel. Regelmäßig führt er auch Gruppen der Sonntagsblatt-Leserreisen in seiner Muttersprache Deutsch durch das Heilige Land. Doch erst als ihn eine Initiative aus Aalen kontaktiert und zur Stolpersteinlegung für seine engsten Angehörigen nach Baden-Württemberg einlädt, taucht der 67-Jährige tiefer in seine deutsch-israelische Vergangenheit ein.