Israel

Geschichte

Brennende Synagoge in Ludwigsburg - Reichspogromnacht 9./10. November 1938
Der 9. November ist ein "Schicksalstag" der deutschen Geschichte: 1848, 1918, 1923, 1989 – von der Revolution bis zum Mauerfall häufen sich an diesem Datum die historischen Wendepunkte. Nach der Wiedervereinigung war der 9. November als Nationalfeiertag im Gespräch. Doch der 9. November war auch der Höhepunkt der Novemberpogrome 1938: Euphemistisch als "Reichskristallnacht" bezeichnet, markiert dieses Datum den Übergang von der Diskriminierung zur offenen Verfolgung der Juden durch das nationalsozialistische Deutschland, die in einen industriell betriebenen Völkermord mündete.

Drogen

Dröhnung vor den Mauern von Jericho? Cannabis war Bestandteil des Salböls, mit dem die Bundeslade bestrichen war.
Viele Juristen, Suchtexperten und Mediziner sind der Meinung: Der Cannabis-Eigengebrauch sollte straffrei sein. Immer mehr Strafrechtsprofessoren fordern eine neue Drogenpolitik, einige halten das deutsche Betäubungsmittelgesetz für verfassungswidrig. Uruguay oder US-Bundesstaaten wie Colorado oder Kalifornien und jüngst Kanada: Beispiele dafür, dass immer mehr Länder der Welt den Hanfkonsum legalisieren. Und dann rückt auch noch die Bibel Cannabis in die unmittelbare Nähe Gottes.

Religiöse Feiertage

25 Stunden lang nichts essen, nichts trinken, nicht rauchen, nicht duschen, nur nachdenken über sich selbst und über das, was man falsch gemacht hat. Daran halten sich Juden auf der ganzen Welt ab Dienstagabend. Am 19.9. ist Jom Kippur, der große Versöhnungstag, und er beginnt wie alle Feiertage im Judentum am Vorabend. Rabbi Langnas erkärt, warum der Feiertag für die jüdische Seele so wichtig ist:

Deutsch-israelische Freundschaft

Günter Wurm mit Freunden vor dem Rathaus in der israelischen Stadt Karmiel
Der Juni in Mering steht ganz im Zeichen der deutsch-israelischen Freundschaft. Besuch aus Karmiel hat sich angesagt. Mit der Stadt im Norden Israels hat die Marktgemeinde seit 15 Jahren eine Städtfreundschaft. Die ersten Gäste kommen rechtzeitig zum Israeltag am 17.6. und Ende des Monats wird hoher Besuch erwartet. Werden Mering und Karmiel bald offizielle Partnerstädte?

Musik und Versöhnung

Der israelische Tenor und Wahl-Augsburger Yoéd Sorek bei einem Auftritt mit »Simas Liedern« bei einem Festival in Amsterdam.
Jahr für Jahr werden die Zeitzeugen weniger, die als Überlebende vom Holocaust berichten können – auch von ihrem Leben nach dem Überleben. Ein Zeitzeuge einer Zeitzeugin ist der israelische Tenor Yoéd Sorek. Mit den jiddischen Liedern seiner Großmutter Sima tritt der Wahl-Augsburger auf Bühnen in ganz Europa auf – aber auch vor bayerischen Schulklassen oder Gemeinden.

Kommentar

Nationalflagge Israel
Weltweit wird in diesen Tagen an die Gründung des Staates Israel erinnert: Am 14. Mai 1948 unterzeichnete Staatsgründer David Ben Gurion die Unabhängigkeitserklärung. Er verlas sie unter einem Porträt Theodor Herzls. Draußen im Land saßen die Menschen an den Radiostationen und lauschten, bis Gurion sagte: "Der Staat Israel ist gegründet." In den Straßen brandete der Jubel auf.

Archiv "Hauptsache Mensch"

Abi Ofarim ist tot. Der deutsch-israelische Musiker erlag am 4. Mai seiner schweren Krankheit. In den sechziger Jahren hatte Ofarim seinen beruflichen Höhepunkt im Duett mit seiner Frau Esther. Im September 2013 war er Gast in der Sendung "Hauptsache Mensch" der Evangelischen Funk-Agentur. Damals plante er gerade sein Jugendzentrum für Senioren. Ein Beitrag aus unserem Archiv.

Judenhass

Hinter »Israelkritik« oder der »BDS«-Bewegung verbirgt sich heutiger Antisemitismus (Demonstranten in Australien, 2010).
Von "Kippa Colonia" bis "Berlin trägt Kippa": In mehreren deutschen Städten gab es Ende April 2018 Solidaritätsaktionen für jüdische Bürger. Anlass waren der Echo-Skandal um die Rapper Kollegah und Farid Bang unddie Häufung antisemitischer Übergriffe - zuletzt auf zwei Männer mit Kippa in Berlin. Doch was ist eigentlich Antisemitismus? Ein Überblick.

Ostermontag

Im Neuen Testament finden wir zum Ostermontag die Geschichte der Jünger, die nach Emmaus gegangen sind. Abends waren sie wieder zurück in Jerusalem. Auf einer aktuelle Landkarte Israels wird man aber keinen Ort namens Emmaus finden, der zu Fuß in dieser Zeit erreichbar wäre. Israel-Korrespondenten Ulrich Sahm hat eine erstaunliche Idee, wo das Original-Emmaus gewesen sein könnte. Aber auch direkt vor unserer Haustür ist Emmaus präsent - bei Veranstaltungen und in Kirchengemeinden - wie in der ökumenischen Emmauskirche Bad Griesbach.