Kommunikation

Kommentar

Demokratie
Zugegeben: Der Start ins neue Jahrzehnt könnte besser sein, goldene Zwanziger sind angesichts weltweiter Verwerfungen derzeit nicht in Sicht. Deutschland beschäftigt sich vorwiegend mit sich selbst und jammert auf hohem Niveau. Realitätsverweigerung und der Rückzug in digitale Echokammern lassen dabei das Aggressionspotenzial wachsen. Höchste Zeit, dass sich unsere zersplitterte Gesellschaft einen Ruck gibt und zu mehr Gemeinsinn und demokratischer Streitkultur zurückfindet.

Konflikte lösen

Hände
Einer der beliebtesten Neujahrsvorsätze ist: weniger Streit. Zugleich ist er der kurzlebigste. Denn in Stresssituationen gelassener zu bleiben und einen Konflikt wirklich zu lösen, muss man üben. Deshalb bietet Laureen Koch in München jeden zweiten Dienstag im Monat eine Trainingsgruppe für Gewaltfreie Kommunikation (GfK) an.

Digitalisierung

Elke Wagner Soziologie Professorin Würzburg
Elke Wagner ist Professorin für Spezielle Soziologie an der Universität Würzburg - und beschäftigt sich seit Jahren mit medialen Phänomenen. In ihrem neuen Buch "Intimisierte Öffentlichkeiten" hat sie sich mit den Pöbeleien, Shitstorms und Emotionen auf Facebook beschäftigt. Für sie war dabei eine der zentralen Frage, wie aus den oft hochemotionalen Debatten im Netz schließlich Hasskommunikation wird.

Vom wahr gewordenen Menschheitstraum

Ausstellung Nürnberg Mondlandung Medien VR Brille
Seit der Antike fasziniert der Mond die Menschheit. Aber erst vor 50 Jahren, in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 1969, wurde der Traum einer Reise zum Mond durch die Apollo-11-Mission wahr. Schätzungsweise 600 Millionen Menschen verfolgten die Mondlandung live mit dem jungen Massenmedium Fernsehen. Das Museum für Kommunikation in Nürnberg zeigt nun bis 22. September 2019 die Ausstellung "Raumschiff Wohnzimmer. Die Mondlandung als Medienereignis".

Muslime in Deutschland

Islamberatung Eugen-Biser-Stiftung
Zum 1. Januar soll die neue "Islamberatung in Bayern" ihre Arbeit aufnehmen und als "Brückenbauer zwischen islamisch geprägten Lebenswelten und Kommunen" dienen. Akteure aus Politik, muslimischen und nicht-muslimischen Verbänden sowie Organisationen in ganz Bayern können sich dort beraten lassen. Der Erlanger Professor Mathias Rohe erklärt im Interview, warum die Einrichtung ein "wichtiger Schritt hin zu einer Normalität des Islam in Bayern" ist.