Konzert

1700 Jahre Judentum in Deutschland

Ist eine Trennung zwischen "jüdischer" und "deutscher" Musik sinnvoll? Natürlich nicht, wie das Projekt "From Jewish Life" des frisch gegründeten Vereins "Dialoge: Wort & Musik" beweist. In Konzerten mit Erzählungen, wie sie in diesen Wochen in der Nürnberger Marthakirche stattfinden, wird deutlich, dass dieser Unterschied historisch gemacht wurde. Und erfahrbar, welche musikalischen Schätze gerade entdeckt werden, wenn solche Denkbarrieren fallen.

Kunst & Kultur

Timo Lechner Don, 13.05.2021 - 15:00
Autor
Fehlende Planungssicherheit, mangelnde Perspektive, kaum Ertrag trotz vollem Schreibtisch: Für die Veranstalter von Konzerten, Theater oder Kleinkunst wird die Situation im zweiten Corona-Frühling immer schwieriger. Vier fränkische Organisatoren schildern beispielhaft für die Branche, wie sie mit der Lage umgehen - und welche Konzepte Hoffnung machen können.

TV-Tipp Grüß Gott Oberfranken

Im evangelischen Fernsehmagazin "Grüß Gott Oberfranken!" geht es darum, wie wir trotz der Einschränkungen durch die Pandemie ein besinnliches Weihnachtsfest feiern können. Denn obwohl die Coronakrise Gottesdienstbesuche einschränkt und es nicht zulässt, dass man sich in großer Runde an den Feiertagen trifft, kann dieses Weihnachtsfest besonders werden.

Musik

Das Schicksal einer Vierjährigen, die in Auschwitz ums Leben kam und deren Geschichte im Frühjahr auch im TV erzählt wurde, inspirierte den Treuchtlinger Kantor Raimund Schächer zu einer Orgelfantasie, die es bis an die US-amerikanische Harvard-Universität schaffte.

Achtung, Luftzug!

Motettenchor München Chorleiter Benedikt Haag
Kürzere Proben, kleinere Gruppen, und lüften, lüften, lüften: So nimmt der Münchner Motettenchor - einer der großen Konzertchöre der Stadt - seinen Probenbetrieb wieder auf. Chorleiter Benedikt Haag spricht im Interview über die Herausforderungen, vor die Hygienekonzepte und Anti-Corona-Maßnahmen die Sängerschaft stellen.

Popmusik-Seelsorger

»Wann fliegst du wieder los?« Songpoet Andi Weiss am Starnberger See.
"Singender Diakon"? Das wäre fast gemein – und es würde Andi Weiss gleich in mehrfacher Hinsicht nicht gerecht. Erstens arbeitet er seit geraumer Zeit selbstständig als Logotherapeut und "Sinncoach", andererseits träfe "frommer Songpoet" oder "musikalischer Seelsorger" sehr viel besser, was sich hinter dem Phänomen Andi Weiss verbirgt. In zwölf Bühnenjahren hat er sich eine große Fan-Gemeinde erspielt. Nun stellt Weiss sein sechstes großes CD-Projekt vor.

Auf Tournee

Frontm3n
Drei arrivierte Top-Musiker, die mit Gitarren und Stimmen in Clubs, Konzertsälen und sogar Kirchen unterwegs sind und bei Akustik-Shows die Hits ihrer einstigen Bands spielen: das sind die "Frontm3n", hinter denen sich Mick Wilson (10 CC), Peter Howarth (The Hollies) und Peter Lincoln (Sailor, Sweet) verstecken. Kennen gelernt haben sie sich in der Band der britischen Rock-Legende Cliff Richard, seit Jahrzehnten bekennender Christ, dessen Einstellungen auf die Musiker abgefärbt haben.

Live in Nürnberg

albert hammond
Rein vom Alter (75) und der ersten Jahre seines musikalischen Wirkens her, würde Albert Hammond wunderbar zu den Vertretern des "Summer of Love" und der Hippie-Zeit passen. Indes: Ein Hippie war der britische Hit-Produzent eigentlich nie so recht. Dafür hat er eine schier unerschöpfliche Liste an Evergreens geschaffen, die sonnige Laune verbreiten. Wie am Donnerstag beim Konzert im Nürnberger Serenadenhof, wo Hammond auftrat, für den alles eigentlich im Kirchenchor begann.

Konzertkritik

Dresdner Kammerchor im Münster Heilsbronn
Ein Chor von weltweitem Renomée, eine Organistin mit Lokalkolorit, ein stimmiges Programm "Von Schütz bis Bach", dargeboten im Münster Heilsbronn - die Mischung des Konzerts anlässlich der Ansbacher Bachwoche am Dienstag war super. So gut, dass sie gleich zwei Mal an einem Tag serviert wurde. Die Konzertbesucher erlebten 100 Jahre Leipziger Kirchenmusikgeschichte, die in einer Zeit stattfand, die so weit weg scheint - und doch für anderthalb Stunden greifbar wurde.

Konzertkritik

Aufführung des "Elias" in der Nürnberger Lorenzkirche anlässlich der Internationalen Orgelwoche Nürnberg
Der "Elias" von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) ist zwar mehr als 150 Jahre alt, hat aber keine Relevanz eingebüßt - nicht nur wegen der zeitlosen Musik. Wie bei der Aufführung zur Internationalen Orgelwoche Nürnberg in der Lorenzkirche deutlich wurde, passen auch die Kernthemen des Oratoriums in die Gegenwart.

Kultur in Nürnberg

Herman van Veen
Wenn ein 74-Jähriger auf der Bühne Hüftprobleme vortäuscht, von der fehlenden Medizin gegen Einsamkeit im Alter singt, im nächsten Moment aber traumtänzerische Pirouetten dreht und am Klavier clowneske Slapstick-Einlagen abfeuert - dann war wohl wieder mal Herman van Veen in der Stadt. Der niederländische Komponist, Maler, Sänger, Clown, Violinist, Gitarrist und vor allem tiefgründige Entertainer verzauberte bei seinem Konzert in Nürnberg. Und bot dabei sowohl Nahrung für die Lachmuskeln als auch fürs Herz.

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