Regionale Nachrichten

Bayern

Geschichte

Ausstellungsplakat »Schalom Melanchthon«
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Sie sollten sich "eine Institution ihresgleichen suchen", stand in den 1930er-Jahren in Schulverweisen des Nürnberger Melanchthon-Gymnasiums. Gemeint waren jüdische Schüler, die nun unerwünscht waren. Sechs Jahre lang haben heutige Schüler und Lehrer die Schicksale der früheren Melanchthonianer untersucht. Herausgekommen sind eine Ausstellung und ein Buch. Und Erinnerungen, die nachdenklich stimmen.

Lutherzoigl

Bier, Brotzeit, Bischof: Eng ging's zu beim weltweit ersten Lutherzoigl in der Weidener »Kloinen Zoiglstub'n ›Zum Stich'n‹«.
Frisch gezapftes naturtrübes Zoiglbier, dazu eine deftige Brotzeit, gerade genug Platz zum Anstoßen und natürlich ganz viel Gemütlichkeit - so muss ein typischer Oberpfälzer Zoiglabend sein. Ungewöhnlich wird es, wenn der lutherische Regionalbischof Hans-Martin Weiss dazu eine Tischrede schwingt. So wie am vergangenen Montag - beim ersten Lutherzoigl in der "Kloinen Zoiglstub'n 'Zum Stich'n'" in Weiden.

Keine Lust auf Leben

Einsame Seniorin.
Beim Medien-Thema "Pflege" geht es meistens um Pflegefehler und Personalmangel. Um den Tod geht es selten. Dabei sind die Pflegekräfte täglich mit dem Sterben konfrontiert. Besonders schwierig ist das, wenn alte Menschen laut und deutlich sagen: Ich will nicht mehr leben. Wie soll man damit umgehen? Feldstudien im Graubereich der Ethik.

Coaching

Es gibt mehrere Wege, auf denen man zu Frank Seifert kommen kann: zum Beispiel über eine Wendeltreppe und durch die hohen Räume der Evangelischen Hochschulgemeinde. Mit viel moderner Kunst an den Wänden sieht es aus wie in einer der Kunstgalerien, von denen es hier, im Münchner Museenviertel, einige gibt. Oder man kommt über ein ganz normales Treppenhaus, nachdem man eine Klingel gedrückt hat. "Personalberatung" steht auf dem schlichten Schild.

Turmblick

Blick vom Turm der Regensburger Dreieinigkeitskirche
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Ein bisschen Kondition müssen die Besucher mitbringen: 157 Stufen führen hinauf zum Turm der Regensburger Dreieinigkeitskirche. Der Aufstieg allein ist schon etwas abenteuerlich. Wir haben für Sie herausgefunden, an welchen Relikten der Geschichte die hölzerne Turmtreppe vorbeiführt und was die Gäste oben erwartet.

Werdenfelser Fasnacht

Maschkera
Bevor am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt, geht es in den Faschingshochburgen noch einmal hoch her. In ländlichen Regionen ist das Karnevalstreiben noch stark vom Brauchtum geprägt - so etwa bei der Werdenfelser Fasnacht, die sich vor allem in Mittenwald, Garmisch-Partenkirchen, Grainau, Farchant, Wallgau und Krün abspielt. Die verkleideten Männer heißen hier "Maschkera" und tragen beeindruckende holzgeschnitzte Masken.

Kostümverleih

Gisela Streb Kostümverleih
Eine Rother Familie betreibt seit Generationen im Einfamilienhaus einen Kostümverleih. Was die Urgroßmutter begann, macht heute der Urenkel mit viel Spaß mit: Familie Streb-Fischer hält für kleine und große Narren in und um Roth Kostüme und Accessoires vom Mafiaboss bis zur Diva bereit.

Religion und Politik

Markus Söder bei der Landessynode 2014 in Regensburg.
Für Finanzminister Söder ist seine Mitgliedschaft im evangelischen Kirchenparlament eine "große Ehre". "Ich bin gerne evangelisch." Diesen Satz hört man von Finanzminister Markus Söder (CSU) häufig. Der Nürnberger ist derzeit der einzige Protestant im katholisch geprägten bayerischen Kabinett - und seit dem Abschied von Günther Beckstein aus dem Landtag und der Synode auch Bayerns Vorzeige-Protestant in der Politik.

Ein Kleinod mit Geschichte

Blick vom Turm der Regensburger Dreieinigkeitskirche
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Im Schatten der renovierten Regensburger Dreieinigkeitskirche aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs liegen zahlreiche Grabmäler, die bis heute nach wie vor fast unentdeckt sind. Doch nun ist der bedeutsame Friedhof für die einst protestantischen Gesandten zu Reichstagszeiten vom Zerfall bedroht. Eine umfangreiche Sanierung soll ihn davor schützen.

Berufsbilder

Urlaubspfarrerin Ingrid Ossing vertritt Kollegen im Berchtesgadener Land
Sie wollen mehr Zeit für Seelsorge, klagen über Burn-out und zu viel Schreibkram: Evangelische Pfarrer, aber auch Kirchenvorsteher und andere Berufsgruppen haben immer wieder gefordert, dass an den Rahmenbedingungen des Pfarrberufs gearbeitet wird. Seit zwei Jahren begleitet der Nürnberger Regionalbischof Stefan Nitsche einen Prozess zum Pfarrerbild in der Landeskirche, damit der Beruf des Pfarrers wieder attraktiv wird.