Regionale Nachrichten

Bayern

Literatur

Buch Märchen Fantasie Traum
Alle zwei Jahre treffen sich Märchenerzähler aus nah und fern in Würzburg, um den Gästen in der Evangelischen Studierendengemeinde (esg) die "Welt der Märchen" näherzubringen. Am 18. November laden die beiden Organisatoren Kerstin Lauterbach und Robert Schneider zur inzwischen "3. Langen Nacht der Märchen" ein. Sie startet um 16 Uhr mit einem Kinder- und Familienprogramm bis 18.45 Uhr, für die erwachsenen Zuhörer geht es ab 19 Uhr für drei Stunden weiter.

Ökumenisches Projekt

Autor
"Aufs Maul geschaut" und dies künstlerisch verarbeitet haben in Anlehnung an Martin Luthers bekannten Satz im Reformationsjubiläumsjahr 2017 schon viele. Den Blick auf die Bibel richten wollten die christlichen Gemeinden aus Cadolzburg in einem ökumenischen Gemeinschaftsprojekt. Alle Gemeindeglieder wurden aufgerufen, ihren persönlichen Bezug zur Heiligen Schrift für das "Cadolzburger Bibelheft" zu bekunden. Jetzt liegt das kleine Büchlein vor – die Vielfalt begeistert und überrascht.

Bildung

Die bayerische Landeskirche behält das Wildbad Rothenburg. Nach dem Abschluss der Prüfung hat der Landeskirchenrat beschlossen, die Tagungsstätte weiter als Einrichtung der Landeskirche zu betreiben. Vor ungefähr einem Monat war bekanntgeworden, dass der Landeskirche für das idyllisch gelegene Wildbad von einem vor Ort tätigen Hotelier ein Kaufangebot vorgelegt wurde. Die Kirchenleitung informierte daraufhin die Mitarbeitenden und die Mitglieder des Wildbad-Beirates. Zur Debatte standen neben einem möglichen Verkauf auch eine Kooperation mit dem interessierten Hotelier sowie das Festhalten am Ist-Zustand.

Ruhmeshalle ohne Reformatoren

Die Walhalla - »Ruhmeshalle großer Deutscher« in Donaustauf bei Regensburg.
Der "Ruhmestempel" Walhalla bei Regenstauf wurde kurz vor dem Reformationstag 1842 eröffnet. Bedeutende Persönlichkeiten "teutscher Zunge" sollten laut bayerischem König Ludwig I. in dem Bauwerk mit einer Marmorbüste oder Gedenktafel geehrt werden. Doch Reformatoren fehlten lange auf der Liste. Noch heute entzündet sich Kritik an der ziemlich einseitigen Auswahl an Feldherren und Germanenführern, die keiner mehr kennt und deren Beitrag zur Geschichte und Kultur zweifelhaft ist.

Musik & Kirche

Klaus Wedel
Autor
Nachdem Klaus Wedel mit über 40 Dienstjahren der älteste hauptamtliche Kirchenmusiker in Bayern ist, denkt der in Roth lebende Musiker so langsam an die Rente. Aber nur ganz langsam. Denn es gibt noch viel zu tun. Nicht nur mit seinem Kammerchor Roth, mit dem er am 22. Oktober in der evangelischen Stadtkirche Händels "Messias" aufführte. Bald gibt Wedel neue Bücher mit Begleitsätzen für Gesangbuchlieder für Orgel und Posaunenchor heraus. Tiefer gesetzt, weil es nötig ist.

Reformation

Kuratorin Frederike Schmäschke mit dem Gemälde
Autor
Ob es nun 25 Jahre bis zum nächsten Jubiläumsjahr der Reformation dauert, bis Konrad Weigands Gemälde "Luthers Hochzeit" wieder aus den Archiven der Stadt Nürnberg kommt? Es wäre schade, wenn das riesige Bild von der Wand im Nürnberger Stadtmuseum im Fembo-Haus am 12. November verschwände und lange nicht mehr zu sehen sein würde. Wo es dann eingelagert wird, das gehört zu den bestens gehüteten Geheimnissen der Stadt.

Lutherischer Weltbund

Rieke Harmsen Sa, 21.10.2017 - 08:52
Martin Junge Generalsekretär Lutherischer Weltbund (LWB)
Der Augsburger Friedenspreis geht an den LWB-Generalsekretär Martin Junge. Dieser erklärte, die Auszeichnung verstehe er als Zeichen für die "Versöhnung zwischen Kirchen und Religionen".

Frauenstudientag Neuendettelsau

Margaret Obaga (Mitte) an einem Infostand von Mission EineWelt.
Frauen mit Migrationshintergrund sind offenbar besonders häufig von Gewalt betroffen. Deshalb beschäftigte sich in Neuendettelsau ein Frauenstudientag mit Gewalt in Afrika und Deutschland. Die Studienleiterin im Referat Mission Interkulturell bei Mission EineWelt, Margaret Obaga, erklärt, weshalb Gewalt gegen Frauen zwar ein globales Problem ist, Migrantinnen aber auch in Mitteleuropa häufiger als andere Frauen davon betroffen sind.

Reformation und Kunst

Künstler Hubert Huber projeziert das Konterfei Luthers an Kirchenwände.
Mit einer Art Countdown bis zum 31. Oktober will das Dekanat Passau den 500. Gedenktag der Reformation einläuten: Vom 15. bis 30. Oktober soll täglich in einer anderen der 15 Kirchen des Dekanats das Licht aufgehen, das dann in die Welt und zu den Menschen hinausgetragen werde. Eine Kombination aus Kunst und Kirche soll dies möglich machen.

Ulmer Münster

Apostel auf der Glasmalerei der Grablegung Marias im Ulmer Münster
Autor
Im Original ist sie kaum zwei Zentimeter groß: Der Apostel Petrus trägt auf dem Bild der Grablegung Marias eine Brille (Bild links). Auch den anderen Aposteln auf der Glasmalerei (Bild rechts) schreibt der Ulmer Augenarzt Hans-Walter Roth verschiedene Leiden zu – etwa Schielen oder grauen Star.

Asyl

Transitzentrum für Flüchtlinge in der Zeißstraße in Regensburg
Vor drei Monaten wurde in Regensburg und vor zwei in Deggendorf ein Transitzentrum für Flüchtlinge eröffnet. Solche Zentren gibt es bereits in Ingolstadt-Manching und Bamberg. Hier landen Asylbewerber, die laut bayerischer Staatsregierung "eine geringe Bleibeperspektive" haben, das heißt, ihre Chance auf Asyl liegt unter 50 Prozent. In den Zentren befindet sich alles unter einem Dach, von der Erstaufnahme bis zu Ausreiseeinrichtungen. Mit der Folge, dass Flüchtlinge unter Umständen jahrelang isoliert bleiben, kritisierte der frühere Kirchenasylkoordinator der Landeskirche, Stephan Theo Reichel, bei einer Podiumsdiskussion des Evangelischen Bildungswerks in Regensburg.

Broschüre "Offene Türen"

Die Mevlevi-Derwische der Sufi-Gemeinschaft in St. Sebald
Autor
Wer wissen will, wie sich interkulturelles religiöses Leben in der Stadt abspielt, der sollte zum Religions-Reiseführer "Offene Türen" greifen. Johannes Lähnemann, Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Religionspädagogik an der Universität Erlangen-Nürnberg sowie Vorsitzender der "Religionen für den Frieden Nürnberg", erklärt im Gespräch mit Timo Lechner, was sich hinter dem Werk verbirgt.