Meinung und Kommentar

Kommentar

Umweltverschmutzung - Klimawandel
Beliebter Fastenvorsatz für die sieben Wochen von Aschermittwoch bis Ostern ist das Klimafasten - für mehr Umweltbewusstsein und weniger CO2. Doch ohne politische Rahmenbedingungen verpufft der Einsatz der Verbraucher. Mit ihrem Entwurf zum Klimaschutzgesetz erfüllt Bundesumweltministerin Svenja Schulze nun verbindlich Vorgaben aus Koalitionsvertrag und Pariser Abkommen - doch ihre Kabinettskollegen reagieren verschnupft.

Kommentar

Ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsarbeit
Ehrenamtliche in Asylhelferkreisen haben oft den Eindruck, gegen Windmühlen zu kämpfen: Zu viel, zu schwerfällige, zu restriktive Bürokratie macht häufig mühevolle Kleinarbeit wieder zunichte. Manch einer wirft entnervt das Handtuch. Wie wertvoll aber gerade das Engagement in der Flüchtlingsarbeit ist, zeigt jetzt eine Untersuchung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Kommentar

Junge Menschen nehmen ihre Welt in die Hand
Sie heißen Felix Finkbeiner, Malala Yousafzai oder Greta Thunberg: Immer wieder überraschen Kinder und Jugendliche die Erwachsenen-Welt damit, wie entschlossen, tatkräftig und unerschrocken sie Probleme anpacken, über die alle anderen nur reden. Ob Umwelt, Bildung oder Glauben: Jugendliche finden neue Wege und überraschende Lösungen - wenn man ihnen den Platz und das Vertrauen dafür schenkt.

Kommentar

Soziale Gerechtigkeit - Kinderarmut
Globalisierung, Digitalisierung und Sparrunden haben fast überall in der EU die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert. Frankreichs Gelbwesten sind die jüngste Protestbewegung für mehr soziale Gerechtigkeit. Sie sollten auch für die deutsche Politik Ansporn sein, für mehr Ausgleich und Gerechtigkeit zu sorgen - als erstes beim Thema Kinderarmut.

5. Jahreszeit

Karnevalswagen der evangelischen Kirche im Rheinland 2018
"Jeck sind wir alle, aber jeder Jeck ist anders": Toleranz ist laut diesem Slogan das Fundament des rheinländischen Karnevals. Und sonst? Schlagzeilen zu Übergriffen gegenüber Menschen anderer Herkunft, Überzeugung oder Religion lassen daran Zweifel aufkommen. Mit einem "Toleranz-Wagen" und koscheren Kamellen werben die Düsseldorfer Jecken in diesem Jahr für mehr Gelassenheit und Respekt zwischen den Religionen.

Glosse

Dieselfahrverbot
Autor
Früher war es ja schon ein bisschen aufrührerisch, auch am Sonntag mit Löcherjeans durch die Stadt zu laufen oder schwarz mit der U-Bahn zu fahren. Heute dagegen ist man Gesetzloser, wenn man seinen acht Jahre alten Diesel lässig vor dem Stuttgarter Porsche-Museum parkt oder heimlich ein Bierfläschchen am Nürnberger Bahnhof köpft. Warum unser Redakteur Timo Lechner dieses Jahr an Weihnachten den Anarcho raushängen lassen will.

Kommentar

Weihnachtsgeschenk wird überreicht
Haben Sie schon Ihren Wunschzettel geschrieben? Oder finden Sie sich zu alt, um noch Ihre Wünsche aufzuschreiben? Und wie steht es mit Geschenken? Ist es für Sie lästige Pflicht oder Freude, für andere etwas auszusuchen? Claudia Dinges hat sich Ihre Gedanken gemacht.

Geschichte

Brennende Synagoge in Ludwigsburg - Reichspogromnacht 9./10. November 1938
Der 9. November ist ein "Schicksalstag" der deutschen Geschichte: 1848, 1918, 1923, 1989 – von der Revolution bis zum Mauerfall häufen sich an diesem Datum die historischen Wendepunkte. Nach der Wiedervereinigung war der 9. November als Nationalfeiertag im Gespräch. Doch der 9. November war auch der Höhepunkt der Novemberpogrome 1938: Euphemistisch als "Reichskristallnacht" bezeichnet, markiert dieses Datum den Übergang von der Diskriminierung zur offenen Verfolgung der Juden durch das nationalsozialistische Deutschland, die in einen industriell betriebenen Völkermord mündete.

Kommentar

Organspende
Heide Hollmer war auf einem Ausflug, als der lebensrettende Anruf kam: Man hat ein Spenderherz gefunden, habe es am Telefon geheißen. Den Tag werde sie niemals vergessen. Auch Jahre danach erinnert sich die Frau detailliert, dass es an einer Tankstelle bei Eckernförde an der Ostsee war, als sie sich für die OP bereit machen musste. Sie war in den Vierzigern, als es hieß, dass sie ohne Transplantation nicht mehr lange leben würde. Ein geschenktes Leben, dachte ich, als ich sie vor Jahren kennenlernte.

Gewissensfrage Organspende

Künftig sollen alle Menschen automatisch potentielle Organspender sein. Das möchte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) so einführen. Damit würde er dem derzeit in Österreich geltenden Recht folgen. Bisher ist es die Entscheidung eines jeden Einzelnen, ob ihm nach dem Tod Organe entnommen werden dürfen. Eine Gewissensfrage, bei der auch der Glaube eine Rolle spielt.

Kommentar

Minderheiten in Afrika
Autor
Ob Ostnigeria oder Myanmar: Minderheiten wurden und werden in der Geschichte der Menschheit oft gnadenlos verfolgt, vertrieben, ermordet. Eine Lobby haben sie selten. Die Gesellschaft für bedrohte Völker versucht seit 1968, diesen Mangel auszugleichen: Mit Kampagnen und spektakulären Aktionen. Auch 50 Jahre danach ist das dringend nötig. Ein Kommentar von Reimar Paul.

Kommentar

Nationalflagge Israel
Weltweit wird in diesen Tagen an die Gründung des Staates Israel erinnert: Am 14. Mai 1948 unterzeichnete Staatsgründer David Ben Gurion die Unabhängigkeitserklärung. Er verlas sie unter einem Porträt Theodor Herzls. Draußen im Land saßen die Menschen an den Radiostationen und lauschten, bis Gurion sagte: "Der Staat Israel ist gegründet." In den Straßen brandete der Jubel auf.

Kommentar

»Kann etwa ein Mohr seine Haut wandeln oder ein Panther seine Flecken?« - Bei der Übersetzung von Jeremia 13,23 ging es den Revisoren des Luthertextes darum, das hebräische Sprachbild plausibel wiederzugeben.
Die feministische Theologin Eske Wollrad (Hannover), hat den Übersetzern der revidierten Lutherbibel 2017 Rassismus vorgeworfen, weil in Jeremia 13,23 der Begriff "Mohr" benutzt wird. Hier wird mit zu großem Besteck hantiert, findet Thies Gundlach in seinem Gastkommentar. Gundlach ist einer der drei theologischen Vizepräsidenten des Kirchenamts der EKD. Er leitet dort das Referat "Theologische Grundsatzfragen".